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07.12.2014

10:09 Uhr

Dress for Success

Bling Bling trägt nur der Tannenbaum

VonInge Hufschlag

Nach einem arbeitsreichen Jahr steht jetzt endlich die Weihnachtsfeier auf dem Programm. Und dort ist ein angemessenes Erscheinungsbild enorm wichtig. Auch wenn kein Arbeitgeber einen richtigen Dress-Code angibt.

Frank Zanders hatte es leicht: Er kam als Weihnachtsmann zur Feier. Picture Alliance

Frank Zanders hatte es leicht: Er kam als Weihnachtsmann zur Feier.

Alle Jahre wieder: Kurz vor Jahresschluss steigert sich der Feierabend noch einmal zum Weihnachtsfeierabend. Dabei werden Firmenfeiern von vielen Arbeitnehmern eher als Pflichtprogramm empfunden. Das sind sie auch, wie Kommunikationstrainer nicht müde werden zu betonen und zu mahnen: Nicht hingehen geht gar nicht. Und wenn, dann wie? Kommt auf die Branche an, auch auf den Austragungsort.

Auch und gerade für die Weihnachtsfeier gilt eine Art Business-Knigge. Nun gibt kaum ein Arbeitgeber einen Dress-Code vor für einen solchen Anlass. Am besten orientiert man sich am Erscheinungsbild seiner Vorgesetzten, getreu dem guten Rat, der nicht nur zur Weihnachtszeit gilt: Kleide Dich nicht für den Job, den Du hast, sondern für den, den Du haben willst.

Man kann auch einen in der Regel gut angezogenen Kollegen zu Rate ziehen. Oder einen gedruckten Ratgeber wie den „Business Knigge“ von Kai Oppel (auf www.beck-shop.de). Beherzigenswert seine Warnung, den guten alten Anzug für die besonderen Gelegenheiten, aus der hintersten Schrankecke zu zerren: „Selbst wenn der feine Zwirn vor fünf Jahren noch in Mailand auf dem Laufsteg zu sehen war, ist er heute vielleicht schon veraltet und aus der Mode.“ Ein Eindruck, den schlimmstenfalls auch sein Träger erwecken könnte.

Die fünf Regel der Weihnachtsfeier

1. Nicht auf Vorrat bunkern (1)

Alkohol nur in Maßen genießen. Denn Disziplin kommt bei Vorgesetzten besser an als die Ausrede: „Der sechste Glühwein war irgendwie schlecht.“

Quelle: Focus.de

1. Nicht auf Vorrat bunkern (2)

Auch beim Büffet sei Zurückhaltung geboten. Nur weil die Firma zahlt, sollten Mitarbeiter das Essen nicht wie den schiefen Turm von Pisa auf dem Teller stapeln.

2. Kleidung as usual (1)

Gibt es im Büro einen strengen Dresscode, dient dieser auch bei Weihnachtsfeiern als Orientierung. Tragen Angestellte beispielsweise während der Bürozeiten Anzug oder Kostüm, sind Sneakers am Abend daneben.

2. Kleidung as usual (2)

Ist im Unternehmen legere Kleidung üblich, passt auch auf dem Fest ein lockerer Stil. Generell gilt, eher dezent als auffällig und bunt.

3. Finger weg von Kollegen (1)

Amerikanische Forscher des Scripps-Research-Instituts haben unlängst bewiesen, dass Alkohol aphrodisierend wirkt. Und auch die Praxis zeigt: Mit jedem Gläschen werden die Kollegen attraktiver.

3. Finger weg von Kollegen (2)

Wer jedoch nicht zum Gesprächsthema Nummer eins avancieren oder sich einen Korb einfangen will, sollte die Finger von seinen Kolleginnen (und Kollegen) lassen. Auch auf der Weihnachtsfeier sollten Mitarbeiter Berufliches und Privates strikt trennen. Die Anstandsgrenze von einem halben Meter sollte nie unterschritten werden.

4. Der Chef ist dein Kumpel (1)

Der größte Fauxpas lauert in der Verbrüderung mit Vorgesetzten, warnt der Stilexperte. Den Chef mutig duzen und die nächste Gehaltserhöhung fordern, weckt keine Sympathien.

4. Der Chef ist nicht dein Kumpel (2)

Weihnachtsfeier ist kein Meeting, Berufliches bleibt außen vor. Ein Jobthema eignet sich lediglich als Gesprächseinstieg Kollegen, die man weniger gut kennt.

5. Den Absprung schaffen (1)

Auch auf Weihnachtsfeiern gilt: Gehen, wenn’s am schönsten ist. Wenn sich die Gäste allmählich ausdünnen, ist der richtige Zeitpunkt gekommen – meist gegen 23 Uhr.

5. Den Absprung schaffen (2)

Oftmals ziehe ein harter Kern noch weiter in die nächste Bar. Doch Mitarbeiter, die am nächsten Tag wieder im Büro erscheinen müssen, sollten davon Abstand nehmen.

Oppels Empfehlung: Dress Codes beachten, sich selbst aber dabei treu bleiben: „Es ist auf einen Blick zu erkennen, ob sich jemand in seinen Kleidern wohl fühlt oder nicht.“ Am besten, Mann geht auf Nummer Sicher: „Als Angestellter liegt jeder, der mit einem Hemd beziehungsweise mit einer Bluse und einer eleganten Stoffhose zur Weihnachtsfeier erscheint, generell immer richtig.“

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