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20.07.2014

18:14 Uhr

Dress For Success

Das Brot-und-Butter-Geschäft mit der Mode

VonInge Hufschlag

Messen wandeln sich und wandern: Düsseldorf kämpft um die Vormachtstellung der Mode in Deutschland. Indes will die „Bread & Butter“ ihre Zelte demnächst in Barcelona und Seoul aufschlagen. Wehe, wer den Trend verpennt.

Düsseldorf lässt am nächsten Wochenende wieder seine Modewoche steigen. Igedo

Düsseldorf lässt am nächsten Wochenende wieder seine Modewoche steigen.

DüsseldorfNach dem Spiel ist vor dem Spiel. Das gilt auch für die Meisterschaft der Modemessen. Um die kämpfen hierzulande Berlin und Düsseldorf. Während in Berlin diskutiert wird, ob die Fashion Week nur zu Ende oder vielleicht schon am Ende ist, rüstet sich Düsseldorf für seine Ordertage vom 26. bis 28. Juli 2014.

Die finden längst nicht mehr auf dem Messegelände am Rhein statt, wo, als die Igedo noch die größte Modemesse der Welt war, Zelte aufgebaut werden mussten, weil mehr als ein Dutzend Hallen nicht ausreichten. Das männliche Pendant war auf der anderen Rheinseite die Kölner Herren-Mode-Woche. Bis Müller kam und Boss ging.

Handelsblatt-Autorin Inge Hufschlag schreibt über Mode und Lifestyle. Quelle: Alexander Basta

Handelsblatt-Autorin Inge Hufschlag schreibt über Mode und Lifestyle.

Es gibt solche Signale im Modemessegeschehen. Als Boss, deren Halle im wahrsten Wortsinne der Anziehungspunkt der Kölner Herren-Mode-Woche war, nicht mehr kam, war das der Anfang vom Ende für den führenden Branchentreff. Genau so, wie ein Zelt am Rande des Geschehens einen neuen Messe-Stil vorwegnahm: „Bread & Butter“. Das waren fetzige Jeans, Street-Style, Urban Fashion, endlich wieder Spaß an der Mode und vor allem Partys ohne Schlips und Kragen. Karl Heinz Müller, der sich eher als Eventmanager denn als Messemacher sieht, machte es vor: Wehe, wer den Trend verpennt.

Als der Düsseldorfer Messechef Werner Dornscheidt unlängst in einem Interview mit der Wirtschaftswoche erklärte, Modemessen seien so gut wie tot, schränkte er ein: „Mit Ausnahme der Bread & Butter.“ Doch jetzt nimmt Müller den Berlinern ein Stück Butter vom Brot, indem er nach elf Saisons in der Hauptstadt erklärt, dass er nur noch im Sommer kommen, statt dessen im Winter seine Zelte in Barcelona aufschlagen wolle – und nächsten September in Seoul. Solche Gerüchte gab’s schon im vorigen Jahr. Sogar von Sao Paulo und Istanbul war die Rede.

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