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31.10.2013

11:04 Uhr

Dress for Success

Falsche Klunker, echt schön

VonInge Hufschlag

Weihnachten kommt schneller als Mann denkt. Deshalb: Jetzt schon ans Schenken denken, um etwas Passendes zu finden. Bei Schmuck geht der Trend zum Retro-Look der 1930er Jahre.

Es muss nicht immer ein edles Collier sein wie dieses aus Opalen. Zuweilen kann auch antiker Modeschmuck eine edle Anmutung haben – und unter dem Weihnachtsbaum bei der Liebsten für Verzücken sorgen. dpa

Es muss nicht immer ein edles Collier sein wie dieses aus Opalen. Zuweilen kann auch antiker Modeschmuck eine edle Anmutung haben – und unter dem Weihnachtsbaum bei der Liebsten für Verzücken sorgen.

Man kann nicht früh genug davor warnen – vor diesen klassischen Last-Minute-Geschenken zu Weihnachten. Alle Jahre wieder stürmen ratlose Männer kurz vor Toresschluss in Parfümerien und Juweliere. Die Gefahr von Fehlkäufen ist groß, die Freude darüber oft gespielt oder gedämpft, der Umtausch meist vorprogrammiert. Schöne Bescherung!

Weihnachtseinkauf muss kein Stress sein, er kann sogar (Vor-)Freude machen. Zuerst: Ein Geschenk sollte so einmalig sein wie die oder der Beschenkte. Zugegeben, das ist nicht leicht in Zeiten von Massenware selbst in oberen Preisklassen. Deshalb suchen Kenner frühzeitig nach Alternativen zu Konsumtempeln. Das können Antiquitäten-Händler oder gehobene Secondhand-Boutiquen sein. Noch ist dort die Auswahl groß, beispielsweise an begehrten Kult-Taschen oder witzigen Accessoires. Und wenn Mann sich bei der Auswahl nicht sicher ist: einfach einen Gutschein ausstellen lassen.

Was nie aus der Mode kommt als Geschenk, ist ein schönes Schmuckstück. Das muss nicht immer echt sein. Schon Stilikone Coco Chanel wusste: „Schmuck ist nicht dazu da, Neid zu erwecken – bestenfalls Staunen.“ Wie Vintage Costume Jewellery, ein Retro-Trend, den auch das Wiener Auktionshaus Dorotheum (wieder-)entdeckt hat.

Handelsblatt-Autorin Inge Hufschlag schreibt über Mode und Lifestyle. Quelle: Alexander Basta

Handelsblatt-Autorin Inge Hufschlag schreibt über Mode und Lifestyle.

In Mode kamen diese noch heute noch bezaubernden Stücke in den 1930er Jahren, als Kleider oft inklusive Schmuck verkauft wurden. Diese Teile wollen keinen Echtschmuck imitieren, sie haben ihren ganz eigenen Charme. Hierbei von Modeschmuck zu sprechen, wäre zu billig, schon weil die Angebote oft aus ersten Häusern kommen. So zum Beispiel das erfolgreichste Los der Dorotheum-Auktion „Vintage Jewellery Design 1958-1972“ im März: ein Collier von Bijoux Christian Dior aus den 1970er Jahren aus geschliffenen Swarovski-Kristallen mit einem großen violetten Mittelstein, gefasst in rhodiniertem Silber. Es wurde für 2250 Euro ersteigert – hat aber eine wesentlich kostbarere Anmutung.

Wie lässt sich der Wert eines antiken Modeschmuckstückes bestimmen? Regina Herbst, Expertin für antiken Schmuck beim Dorotheum, erklärt: Es ist die erlesene Qualität des Materials, beispielsweise Murano-Glas oder Swarovski-Steine, dazu außergewöhnliches Design, echt gut gearbeitet wie hochkarätiger Schmuck. Und die Steine sind gefasst, nicht nur geklebt.

Die nächste Vintage Costume Jewellery-Auktion ist am 8. November 2013 im Wiener Palais Dorotheum. Darunter sind auch Objekte mit weihnachtlichen Motiven wie ein Engel für vielleicht 380 Euro – vorab zu einzusehen unter www.dorotheum.com.

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