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23.11.2014

14:00 Uhr

Dress for Success

Können Sie was einstecken – wie dieser Prinz?

VonInge Hufschlag

Es sind oft die kleinen Dinge, die bei einem Outfit den Gesamteindruck bestimmen – aber ihn auch ruinieren können. Eines davon: Das Einstecktuch als I-Tüpfelchen. Lange Zeit verschwunden und jetzt wieder da.

Ganz schön fein: Prinz Carl Philip in einem Anzug mit einem Einstecktuch und seine Verlobte Sofia Hellqvist.

Ganz schön fein: Prinz Carl Philip in einem Anzug mit einem Einstecktuch und seine Verlobte Sofia Hellqvist.

Chinas Staatsoberhaupt Xi Jinping trug kürzlich bei seinem Besuch in Amsterdam zum Mao-Anzug mit verdeckter Knopfleiste als I-Tüpfelchen ein gepunktetes Einstecktuch. Traditionelles Outfit mit witzigem westlichem Accessoire? Mode-Gag oder gar eingesteckte Botschaft?

Es war ja lange verschwunden, jetzt ist es plötzlich wieder da, das so genannte Kavalierstüchlein. Der moderne Dandy hat es praktisch herausgezupft aus der Vergessenheit, in die es zu Unrecht versteckt war. Denn so ein kleines Einstecktuch macht viel her, wenn es richtig ausgewählt und drapiert ist. Wir kennen es aus Hollywood-Filmen der eleganten 30-er Jahren (übrigens eine hohe Zeit der Herrenmode, aus der Mann sich noch heute vieles abgucken kann).

Über den Zweck des kleinen Stoff-Teilchens kann man streiten. Eigentlich dient es als schmückendes Beiwerk dazu, die meist eintönige Anzugfläche vorwitzig zu unterbrechen. Nutzwert? Der niederländische Mode-Redakteur John de Greef meint, man solle es höchstens mal „an eine weinende Dame ausleihen“.

Shopping-Gewohnheiten der Männer

Mode

In Sachen Mode lassen sich die deutschen Männer nicht über einen Kamm scheren. Deshalb hat das Fashion-Netzwerk stylefruits die deutschen Männer in einer repräsentativen Umfrage zu ihren Shopping-Gewohnheiten befragt. Die wichtigsten stylefruits Mode-Shopping-Typen im Überblick:

6. Platz

„Der Fashion(m)ista“: Elf Prozent der befragten Männer sagen: „Mode ist meine Leidenschaft“. Als „Fashion(m)ista“ wissen sie, was up to date ist, und ihre Kleidung darf auch gerne mal etwas mehr kosten.

5. Platz

„Der Hamsterkäufer“ (zwölf Prozent): Passt das Hemd oder die Hose besonders gut, kauft sich der Hamsterkäufer gleich zwei oder mehrere davon – man weiß ja nie.

4. Platz

„Der Sparfuchs“ (15 Prozent): Den vollen Preis zahlen? Das kommt dem Sparfuchs nicht in die Tüte. Er weiß, wo es die günstigsten Mode-Angebote gibt und vergleicht gerne Preise.

3. Platz

„Der Online-Shopper“: Für etwa 17 Prozent der deutschen Männer ist das Internet das Shopping-Paradies Nummer eins – dort ist der Modekauf viel entspannter.

2. Platz

„Der Pflicht-Shopper“: Klamotten-Shoppen bringen fast 20 Prozent der deutschen Männer emotionslos und pragmatisch über die Bühne. Zwei Großeinkäufe im Jahr reichen dem Pflicht-Shopper vollkommen aus.

1. Platz

„Der Laden-Flitzer“: Der Laden-FIitzer weiß schon, bevor er den Laden betritt, was er kaufen will. 23 Prozent der deutschen Männer lassen sich von Spontankäufen nicht verführen. Sie wollen den Laden auf schnellstem Wege wieder verlassen. Besonders viele Laden-Flitzer gibt es mit knapp 30 Prozent unter den 50- bis 69-Jährigen.

Vielleicht posiert er selbst deshalb gern mit einem ziemlich großen aufgebauschten weißen Tuch in der Brusttasche. Die Farbe der Unschuld ist auch empfehlenswert für Accessoires-Anfänger. Damit kann Mann nichts falsch machen.

Der Fehler, der immer wieder gemacht wird: Schlips und Einstecktuch in gleicher Farbe und/oder Dessin – übrigens eine typisch deutsche Modesünde. Einem Italiener oder Franzosen würde so etwas nie einfallen.

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