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09.02.2014

09:47 Uhr

Dress for Success

Männermode – da blüht uns was!

VonInge Hufschlag

Noch ist Hochsaison für Schnäppchenjäger: Preisabschläge bis zu 70 Prozent sind drin. Im Visier der Fashion-Victims: Die Trends von morgen, beobachtet beim Pitti Uomo in Florenz.

Paradiesvögel für den Großstadtdschungel: Man bekennt Farbe auf der italienischen Herrenmodemesse Pitti Uomo. Foto: Pitti Immagine

Paradiesvögel für den Großstadtdschungel: Man bekennt Farbe auf der italienischen Herrenmodemesse Pitti Uomo.

Foto: Pitti Immagine

Dan Browns Symbologe Robert Langdon hätte in Florenz nicht nur Dante al Dente entdecken können. Sondern auch Männermode als Göttliche Komödie. Hier werden Aufträge für die Bestseller der Männermode von Morgen geschrieben. Mehr als in Milano. In den alten Mauern der Fortezza di Basso versammelten sich auf fast 60.000 Quadratmetern wieder mal mehr als 1.000 Modemarken und rund 30.000 Besuchern aus aller Welt. Zwei Drittel von ihnen sind Einkäufer.

Die ausländische Beteiligung ist groß. Wenn man die vielen schicken italienischen Mannsbilder sieht, mag man kaum glauben, dass das Inlandsgeschäft ihrer Eigenmarken schwächelt – bereits das sechste Jahr in Folge, 2013 um gut sieben Prozent gegenüber dem Vorjahr. Da ist es gut, dass der Export mit knapp 4 Prozent anzieht. Das sind in Euro über 5 Milliarden. www.pittimmagine.com

Und wie sieht sie nun aus, die Männermode von Morgen? Jungs, zieht den Bauch ein, die Silhouette bleibt schmal. Und krempelt die Hosenbeine auf, macht Euch auf die bunten Socken, sonst habt ihr womöglich einen Trend verpennt. Aber Mann muss ja nicht alles mitmachen.

Die neuen, schlanken Sakkos haben es glücklicherweise in sich: einen Schuss Stretch. Der garantiert Bewegungsfreiheit. Tipp für den Winterschlussverkauf: schmale Hosen, Slim-Fit-Hemden durch etwas Elasthan faltenfrei, weiche Sakkos. Blau wird mit Schwarz kombiniert, Oliv mit Tannengrün, Rot mit Creme.

Auf Details achten: aufgesetzte Taschen, edle Knöpfe aus Naturmaterialien und kontrastierende Nähte: roter Faden zu caramel, rostbrauner zu blau. Pastelltöne wie Silbergrau, Sand und Kiesel schmeicheln sogar  fahlen Wintergesichtern.

Modemutige tragen Schneeweiß. Sieht echt cool aus. Dabei heißt die Marke Diesel Black Gold. Deren Designer Andreas Melbostad war Star-Gast in Florenz. „Als wir hörten, dass er jetzt auch Männer anzieht, war klar, dass die Premiere seiner Kollektion hier bei uns in Florenz laufen sollte“, erklärte Messechef Raffaello Napoleone in den alten Gemäuern der Stazione Leopolda, immer wieder der große Bahnhof seine Mode-Lokomotive Pitti Immagine.

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