Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

07.06.2015

16:30 Uhr

Dress for Success

Mode und Marketing nach Maß

VonInge Hufschlag

Der stationäre Handel leidet unter massivem Druck, der durch den Onlinemarkt erzeugt wird. Überhänge bei Herstellern und in den Geschäften werden zum Problem. Die Internetplattform Iliquid will Abhilfe schaffen.

Eine neue Adresse für Gentlemen in Düsseldorfs Nobelviertel Oberkassel.

The Bespoker

Eine neue Adresse für Gentlemen in Düsseldorfs Nobelviertel Oberkassel.

DüsseldorfEine Küchenschürze aus feinstem Stöffchen. Mit Nadelstreifen. Und einer Aussage über die Familien- und Firmengeschichte von Virgile Bourgueil. Der Modemann hat sie für seinen Vater geschneidert, den Sternekoch Jean Claude Bourgueil.

Er selbst ist zwar in Küche und Service aufgewachsen, wollte aber nicht in die gleiche Branche: „Mein Vater ist zu gut, zu stark, einfach unerreichbar.“ Der Sohn, der sein Taschengeld frühzeitig in gute Mode investierte, lernte stattdessen das Schneiderhandwerk, war später lange Jahre Zentraleinkäufer für die Herrenmode bei Peek & Cloppenburg.

Die Mode-Trends 2015

Safari

Chanel, Ralph Lauren und Rag & Bone begeben sich jenseits von Afrika auf Stilsafari und kombinieren Khakifarben zu Erdtönen und glamourösem Gold, langen Mänteln und Sandalen. Edle Stoffe wie Seide und Wildleder geben dem Look eine besondere Note. Toll dazu: Ethno-Accessoires.

Quelle: brigitte.de

New Denim

Auf den Fashion Weeks waren die Designer plötzlich alle verliebt in Denim von Kopf bis Fuß. Farblich lautet das Motto für 2015: Back to Basic. Die Töne reichen von Mittelblau bis zu dunklem Raw Denim, dabei verzichten die Designer auf Waschungen oder Dekor. Was die Schnitte und Formen angeht, wird Denim vielseitig: Jeansröcke in Mini- und Midilänge, weite Jeans-Culottes, Jeans mit Schlag, Jeansjacken, -Overalls und -Kleider. Alles ist erlaubt, solange Farbe und Waschung schlicht ist.

Clogs

Die Schuhe mit Holzsohle sind zurück – egal, ob als Sandale, Schlappen oder klassisch. Auf dem Laufsteg waren Clogs zum Beispiel bei Prada – in Kombination mit Söckchen – zu sehen. Günstigere Alternativen finden sich zum Beispiel bei Moheda, dem Klassiker aus Schweden, oder bei Softclox.

Niedliche Accessoires

Kulleraugen, Comic-Gesichter, Emoticons, und Sticker – überall ist es plötzlich niedlich, bunt und lustig. Schließlich darf man Mode mit Humor nehmen und nichts verpasst Ihrem Look so schnell ein Augenzwinkern wie bunte Ledersticker auf Ihrer Handtasche oder ein Portemonnaie im „Monster-Look“.

Siebziger

Was im letzten Jahr schon ordentlich Fahrt aufnahm, ist jetzt nicht mehr zu stoppen: die Schlaghose ist als „neue“ Hosenform quasi gesetzt, hippieske und bodenlange Kleider bestimmen den Sommer, Fransen, Silbersandalen und Blümchenblusen spielen die oscarverdächtigen Nebenrollen.

Gelb

Gelb ist auch im Frühjahr 2015 ein stilsicherer Begleiter in Richtung Sommer. Denn die Gute-Laune-Farbe bringt modische Mitspieler erst so richtig schön zur Geltung und ist ein beliebtes Kontrastmittel – sei es ein sonnengelber Rock zum dunkelblauen Jeanshemd oder ein zitrusfarbener Mantel zum Khaki-Look.

Overall

Bereits letzte Saison der heimliche Liebling der Designer, avanciert der Overall nun zum lässigen Sommerstar. Und zeigt sich vielseitig wie nie. Ob zarte Nude-Töne oder maskuliner Workwear-Look: mit hohen Schuhen, Taillenbetonung, Schmuck und roten Lippen bleibt’s trotzdem schön weiblich.

Marsala

Marsala heißt die Pantone-Trendfarbe fürs neue Jahr und ist – wie der gleichnamige sizilianische Likör – ein Mix aus Rostbraun und Dunkelrot. Die eigentlich eher herbstlich anmutende Farbe ist das Schlüsselelement vieler aktueller Sommerkollektionen und lässt sich von Kopf bis Fuß tragen. Aber auch Nude-und Erdtöne, Weiß, Grau oder Schwarz sind eindrucksvolle Gegenspieler.

Spitze

Ein Frühling, in dem Spitze kein Trend war, gibt es vermutlich nicht. Zumal die neue Hochzeitssaison vor der Tür steht und die Dessins gar nicht zart genug sein können. Trotzdem, Spitze ist spitze und getragen wird sie diese Saison entweder pur oder im raffinierten Stilmix mit groben Stoffen wie Strick, Wolle oder Leder.

Orange

Sie ist mutig und lässt in diesem Frühjahr und Sommer leuchten: orange ist eine der neuen Trendfarben 2015 und macht bereits jetzt Lust auf die Sonne. Ob als Rüschen-Top mit blaugrauem A-Linien-Rock oder als Allover-Look – Orange sind 2015 fast keine Grenzen gesetzt. Wer es lieber langsam angehen möchte, kombiniert einen orangefarbenen Blazer mit einem weißen Top und einer zartblauen Stoffhose. Auch harte Kontraste sind erlaubt. So bilden Modefarbe Orange und Dauerbrenner Schwarz ein ideales Paar. Cremetöne sind ebenfalls erlaubt, wenn es der Teint hergibt. Dazu goldener Schmuck.

Inzwischen macht er sein eigenes Ding. Mehr als eins. Da ist erst einmal „Iliquid“ als Problemlöser von Überhängen in der Textilindustrie. Mode lebt von der Beständigkeit des Wechsels. Doch längst gibt es keine verlässliche Frühjahr-/Sommer und Herbst-/Winter-Kollektionen mehr.

Ein Trend jagt den Anderen. Auch die Vertriebskanäle haben gewechselt. Outfits werden online bestellt. Das führt zu Überhängen bei Herstellern und im Handel. Ladenhüter hieß das früher. Die sind ebenso unerfreulich und ineffizient wie Lücken im Sortiment.

Handelsblatt-Autorin Inge Hufschlag schreibt über Mode und Lifestyle. Alexander Basta

Inge Hufschlag

Handelsblatt-Autorin Inge Hufschlag schreibt über Mode und Lifestyle.

Dazwischen fehlte was, eine Art ausgleichender Vermittler fürs Angebot. Hier setzt Iliquid ein, gegründet als deutschlandweite kostenfreie Internetplattform. Über die können Einzelhändler ihre Lücken füllen.

Der Vermittlungsservice ist für sie kostenlos, der Hersteller zahlt eine Provision von maximal 10 Prozent. Die Ware ist aktuell, die Preise sind marktgerecht. Auf diesem Wege können auch kleinere Händler Marken testen ohne die Gefahr, auf Mindestabnahmemengen sitzen zu bleiben.

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×