Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

22.02.2015

15:33 Uhr

Dress for Success

Naomi geht auf Safari

VonInge Hufschlag

Eine Fernsehsendung setzt Trends: erdige Farben, Wüstenblumen und wilde Accessoires haben es vom Dschungel auf die Laufstege geschafft. Denn die Mode im Safari-Look ist 2015 für die freie Wildbahn viel zu schade.

Naomi Campbell in einem Hauch von Nichts auf einer Modenschau von Jean-Paul-Gaultier. Reuters

Die Mode geht auf Safari

Naomi Campbell in einem Hauch von Nichts auf einer Modenschau von Jean-Paul-Gaultier.

DüsseldorfMan muss keine Kakerlaken knabbern oder irgendwelche Innereien schlabbern, um ein Dschungel-König oder eine Dschungel-Königin zu sein. Maren Gilzer aus dem RTL-Camp sieht im wirklichen Leben ja auch eher bieder aus. Und so abgerissen wie die C-, E-, F-Promis im Ekel-Fernsehen will man sowieso nicht rumlaufen.

Aber so ein bisschen Exotik im Alltag darf schon hier und da mal sein. Nach Feierabend erst recht. Und, siehe da: Plötzlich geht die Mode auf Safari - und das natürlich besonders gerne mit Models wie Naomi Campbell. Gerade erst stellte sie in London ihr Afrika-Engagement heraus mit einer Modenschau zugunsten von Ebola.

Die Modemacher haben den Dschungel-Look in der aktuellen Saison aus der Wildnis geholt. Wieder mal. Der Trend ist nicht neu. Aber Mode lebt ja bekanntlich von der Beständigkeit des Wechsels. Getreu dem Motto: Alles schon mal da gewesen.

Die Mode-Trends 2015

Safari

Chanel, Ralph Lauren und Rag & Bone begeben sich jenseits von Afrika auf Stilsafari und kombinieren Khakifarben zu Erdtönen und glamourösem Gold, langen Mänteln und Sandalen. Edle Stoffe wie Seide und Wildleder geben dem Look eine besondere Note. Toll dazu: Ethno-Accessoires.

Quelle: brigitte.de

New Denim

Auf den Fashion Weeks waren die Designer plötzlich alle verliebt in Denim von Kopf bis Fuß. Farblich lautet das Motto für 2015: Back to Basic. Die Töne reichen von Mittelblau bis zu dunklem Raw Denim, dabei verzichten die Designer auf Waschungen oder Dekor. Was die Schnitte und Formen angeht, wird Denim vielseitig: Jeansröcke in Mini- und Midilänge, weite Jeans-Culottes, Jeans mit Schlag, Jeansjacken, -Overalls und -Kleider. Alles ist erlaubt, solange Farbe und Waschung schlicht ist.

Clogs

Die Schuhe mit Holzsohle sind zurück – egal, ob als Sandale, Schlappen oder klassisch. Auf dem Laufsteg waren Clogs zum Beispiel bei Prada – in Kombination mit Söckchen – zu sehen. Günstigere Alternativen finden sich zum Beispiel bei Moheda, dem Klassiker aus Schweden, oder bei Softclox.

Niedliche Accessoires

Kulleraugen, Comic-Gesichter, Emoticons, und Sticker – überall ist es plötzlich niedlich, bunt und lustig. Schließlich darf man Mode mit Humor nehmen und nichts verpasst Ihrem Look so schnell ein Augenzwinkern wie bunte Ledersticker auf Ihrer Handtasche oder ein Portemonnaie im „Monster-Look“.

Siebziger

Was im letzten Jahr schon ordentlich Fahrt aufnahm, ist jetzt nicht mehr zu stoppen: die Schlaghose ist als „neue“ Hosenform quasi gesetzt, hippieske und bodenlange Kleider bestimmen den Sommer, Fransen, Silbersandalen und Blümchenblusen spielen die oscarverdächtigen Nebenrollen.

Gelb

Gelb ist auch im Frühjahr 2015 ein stilsicherer Begleiter in Richtung Sommer. Denn die Gute-Laune-Farbe bringt modische Mitspieler erst so richtig schön zur Geltung und ist ein beliebtes Kontrastmittel – sei es ein sonnengelber Rock zum dunkelblauen Jeanshemd oder ein zitrusfarbener Mantel zum Khaki-Look.

Overall

Bereits letzte Saison der heimliche Liebling der Designer, avanciert der Overall nun zum lässigen Sommerstar. Und zeigt sich vielseitig wie nie. Ob zarte Nude-Töne oder maskuliner Workwear-Look: mit hohen Schuhen, Taillenbetonung, Schmuck und roten Lippen bleibt’s trotzdem schön weiblich.

Marsala

Marsala heißt die Pantone-Trendfarbe fürs neue Jahr und ist – wie der gleichnamige sizilianische Likör – ein Mix aus Rostbraun und Dunkelrot. Die eigentlich eher herbstlich anmutende Farbe ist das Schlüsselelement vieler aktueller Sommerkollektionen und lässt sich von Kopf bis Fuß tragen. Aber auch Nude-und Erdtöne, Weiß, Grau oder Schwarz sind eindrucksvolle Gegenspieler.

Spitze

Ein Frühling, in dem Spitze kein Trend war, gibt es vermutlich nicht. Zumal die neue Hochzeitssaison vor der Tür steht und die Dessins gar nicht zart genug sein können. Trotzdem, Spitze ist spitze und getragen wird sie diese Saison entweder pur oder im raffinierten Stilmix mit groben Stoffen wie Strick, Wolle oder Leder.

Orange

Sie ist mutig und lässt in diesem Frühjahr und Sommer leuchten: orange ist eine der neuen Trendfarben 2015 und macht bereits jetzt Lust auf die Sonne. Ob als Rüschen-Top mit blaugrauem A-Linien-Rock oder als Allover-Look – Orange sind 2015 fast keine Grenzen gesetzt. Wer es lieber langsam angehen möchte, kombiniert einen orangefarbenen Blazer mit einem weißen Top und einer zartblauen Stoffhose. Auch harte Kontraste sind erlaubt. So bilden Modefarbe Orange und Dauerbrenner Schwarz ein ideales Paar. Cremetöne sind ebenfalls erlaubt, wenn es der Teint hergibt. Dazu goldener Schmuck.

Gilt auch für den Safari-Look. Sicher auch, weil er, gefertigt meist aus leicht-luftigen Stoffen wie edler Baumwolle oder kühlem Leinen, eben ein totaler Wohlfühl-Look ist. Auch im Dschungel der Großstadt. Der treibt in diesem Frühjahr tropische Blüten, kommt eher romantisch daher, zum Beispiel bei Benetton und Sisley.

Überall sprießen bunte Wüstenblumen. Erinnert ein bisschen an „Jenseits von Afrika“. sOliver liefert das Schuhwerk im Leoprint dazu. Sogar die Dessous zeigen animalische Muster. Es gibt auch noch oder schon wieder Cargo-Hosen.

Seit fast jeder Rentner auf von Ärzten begleiteten Rundreisen darin seine Medikamenten-Ration auf dem Schienbein transportiert, waren sie bei den Trendsettern ja etwas aus der Mode gekommen. Die neuen Modelle, oft aus samtigen, erdfarbenen Microfaser-Stoffen, sind schlanker und sparsamer mit aufgenähten Behältnissen. Da darf das Männerhemd dazu gern etwas weiter sein.

Wenn man in der Wüsten-Farbpalette bleibt – edle Natur-Nuancen, Sand- und Erdtöne, satte Grüns, gebrannte Erdtöne, Khaki – kann man mit Accessoires den Look leicht nachvollziehen. Gekonnt gemischt mit weiß und grau wird er sogar bürotauglich. Wenn’s heiß her geht, funktioniert der gemäßigte Kolonial-Stil auch ohne Krawatte. Da darf das Hemd auch mal dezente Schulterklappen haben.

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×