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01.12.2013

12:23 Uhr

Dress for Success

Play it again, Boy!

VonInge Hufschlag

Nach 60 Jahren Hochglanz(-Magazin) verblasst langsam das Bild vom klassischen Playboy. Höchstens in der Mode flackert sein Frei-Stil hier und da mal wieder auf.

Kate Moss gratuliert in Dessous

Happy Birthday, Playboy!

Kate Moss gratuliert in Dessous: Happy Birthday, Playboy!

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DüsseldorfDen ganzen Tag schlurft er im Schlafanzug herum, soll sich die dritte Gattin von Playboy-Chef Hugh Hefner (87) beim US-Klatschmagazin „Star“ beschwert haben. Die Zeit der wilden Partys, bei der Hugh Hefner auf der Höhe der Sex-Welle gut und gerne seinen Mann stand, scheint endgültig vorbei. Höchstens eine Partie Domino (wohlgemerkt mit o am Ende, nicht a) soll noch drin sein oder mal ein DVD-Abend mit „The Little Mermaid“. Den guckt Häschen Crystal Harris (60 Jahre jünger als Hugh) so gern. Ihr Mann schläft dabei schon mal ein. Gähn!

Ok. Es gibt immer noch weltweit über 35 internationale Ausgaben des Playboy-Magazins, das allerdings nicht überall zu haben ist. Zum Beispiel nicht in China und Malaysia. Es gab sogar mal einen Playboy für Blinde, von 1970 bis 1985 in Brailleschrift. Doch angesichts der nur einen Klick entfernten Konkurrenz zahlloser knackiger Nackedeis im Netz bekommen die meisten gedruckten „Playboys“ ihre Auflage nicht mehr so richtig hoch.

Das weltberühmte Playboy-Bunny, der stilisierte Häschenkopf mit Fliege, ist mit 60 nun reif für die Frührente. Zumindest in seiner Heimat USA. Der deutsche Playboy – anspruchsvolle Unterzeile: „Alles, was Männern Spaß macht“ - ist dagegen noch in den besten Jahren. Die erste Ausgabe erschien 1972, bis 2003 bei Bauer, danach bei Burda.

Klar, gibt es auch eine Online-Ausgabe. Doch deren Texte lesen sich wie Playboy mit Krampfadern. Der Ton der Mode-Tipps ähnelt stark dem in diesen bunten Beilegern, die Mann immer sofort aus der Zeitung schüttelt. Kleine Kostprobe: „Kleider machen Leute, Anzüge Männer.“ Aha! Gezeigt wird so ein abgespannter Til-Schweiger-Stil mit dem Versprechen „Das Gemisch aus Baum- und Schurwolle hält warm.“

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