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10.11.2013

17:36 Uhr

Dress for Success

Shanghai Girls wie Vivienne Eastwood

VonInge Hufschlag

Wo einst Mao wohnte, macht sich heute im Paris des Ostens die Mode breit. Neben den bekannten und großen Marken prägen aber auch schon jetzt kleine, heimische Labels die Boutiquenwelt Shanghais.

Shanghai-Girl Maggie Lu finanziert sich ihr Studium im Lagerfeld-Shop. Foto: Inge Hufschlag

Shanghai-Girl Maggie Lu finanziert sich ihr Studium im Lagerfeld-Shop.

Foto: Inge Hufschlag

Karl guckt ernst. Mit gläsernem Blick schaut er auf all den Glamour um ihn herum im nagelneuen Kerry Center, einer neuen City in der City von Shanghai. Früher hat hier zeitweise Staatspräsident Mao Zedong gewohnt. Sein Häuschen wird gerade zu einem Museum umgebaut. Karl Lagerfeld ist nur einer im großen Modealphabet hier im neuen Shopping-Hot Spot: A wie Abercrombie & Fitsch oder Armani, B wie Burberry oder Boss, C wie Calvin Klein und Carolina Herrera. Und so geht’s weiter bis Z wie Zuczug. Nie gehört? Sollte man sich merken. Local Brands sind schwer im Kommen. Zu recht. Zuczug ist nur eines davon, pur und edel, praktisch so eine Art Vivienne Eastwood. Gibt’s übrigens schon seit 2002 und auch schon in Frankreich. Vielleicht guckt Karl deshalb so ernst?

„Dress for Success“-Kolumnistin Inge Hufschlag auf der Suche nach den neuesten Trends in Shanghai.

„Dress for Success“-Kolumnistin Inge Hufschlag auf der Suche nach den neuesten Trends in Shanghai.

Eine andere Vivienne mit Nachnamen Tam, hat ein sensationelles rot-schwarzes Outfit für die Ausstellung des Modemagazins Elle im Kerry Center entworfen: „Dieses Kleid symbolisiert ein langes Leben und Glück“ sagt sie dazu. Der Rückenausschnitt bildet eine 25, passend zu „25 Jahre Elle in China“. Noch über 30 weitere internationale Top-Designer haben dazu Beiträge geliefert. William Tang, ein prominenter Mode-Designer aus Hong Kong, erinnert sich: In seinem Heimatdorf wurde für Elle China zwischen historischen Mauern die Kollektion für Chinese New Year fotografiert. Auch in Rot, der Farbe des Glücks.

Die herrscht auch vor in der Kollektion, die Chris Chang in ihrer aktuellen Kollektion „Poesia“ während der Shanghai Fashion Week zeigt – inspiriert von den Minderheiten der chinesischen Bevölkerung. Oft raffiniert gemixt mit Stoffmustern die man von Prada kennt. In China ist Mode immer auch Kommunikation - ein Medium, das manchmal ausdrücken kann, was Druckerzeugnissen oft versagt ist.

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