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12.04.2015

11:31 Uhr

Dress for Success

The Best Ager Exotic Fashion

VonInge Hufschlag

Kleider machen Leute, Filme machen Mode: Der Stoff, aus dem die Mode-Träume sind, wird beeinflusst von der Leinwand, auf der schicke Filme laufen. Film- und Mode-Macher inspirieren sich gegenseitig – auch im Urlaub?

Judi Dench und Maggie Smith in einer Filmszene von „Best Exotic Marigold Hotel 2“: Die Schauspielerinnen posieren selbst- und modebewusst in flatternden Gewändern. ap

Judi Dench, Maggie Smith

Judi Dench und Maggie Smith in einer Filmszene von „Best Exotic Marigold Hotel 2“: Die Schauspielerinnen posieren selbst- und modebewusst in flatternden Gewändern.

DüsseldorfEinfach prächtig sehen sie aus: Judi Dench und Maggie Smith in „Best Exotic Marygold Hotel 2“. Die britischen Leinwand-Diven, beide Jahrgang 1934 und auch im wahren Leben beste Freundinnen, posieren selbst- und modebewusst in flatternden Gewändern aus feinen Naturfasern in den schönsten Gewürz- und Blüten-Farben.

Der Teint ist sanft sunkissed und nicht etwa langzeiturlaubledern gegerbt. Beim Modeschmuck kommt es auf die Dosierung an. Hier ist es die richtige. Sonnige Szenen – weichgezeichnet von indischem Straßenstaub.

Mode-Tipps für ältere Frauen: Das sieht nicht gut aus

Viel Haut

Zu viel nackte Haut. Es ist weitaus reizvoller, weniger zu zeigen.

Quelle: senioren-ratgeber.de

Minirock

Die Zeiten sind einfach vorbei. Am besten bleibt der Rock knieumspielend oder länger, das wirkt eleganter.

Söckchen in Sandalen

Das sieht einfach nicht gut aus. Lieber kleine Einziehstümpfe in Loafers tragen.

Modisch übertreiben

er Komplett-Look (von Kopf bis Fuß auf Knallfarben oder Punk eingestellt) ist etwas für junge Frauen. Ein Detail – ein Gürtel, ein T-Shirt – reicht als modisches Zitat.

Beige

Von oben bis unten in der Farbe Beige – das wirkt wirklich alt.

Zelt-Kleider

Sie sehen an jeder Frau unvorteilhaft aus. Wer eine kräftigere Figur hat, greift lieber zu einer Tunika mit Leggings.

Schwarz

Zu viel Schwarz: Die Farbe ist schick – spiegelt sich aber auch im Gesicht und mache „Augenringe“.

Tanktops und Spaghetti-Träger

Viel schmeichelnder und eleganter: ein kleiner Ärmelansatz.

Wenn man nicht zu sehr auf Folklore macht und keine Glöckchen um geschwollene Fußfesseln trägt, ist solch ein Look einfach vorbildschön für eine Generation von selbst- und modebewussten Frauen, die sich fit hält, gern auf Reisen geht, und auch das Geld hat für solche Sachen.

Besonders mit den schönen Tüchern, für die Indien ein zuverlässiger Lieferant ist, lässt sich ein Outfit immer wieder neu verwandeln. Raffiniert drapiert können sie sogar einen Rock oder ein ganzes Kleid ersetzen. Und ältere Herren kaschieren damit gerne ihre Halsfalten.

Der deutsche Modeanbieter Adler versucht gerade, sich an den Erfolg des Marigold-Hotel dranzuhängen. „Wir sehen viele Parallelen zwischen unseren Kunden und den Charakteren des Films: Beide sind Best Ager, die Spaß am Leben haben und noch lange nicht zum alten Eisen zählen“, sagt Tina Florath von Adler. Doch herausgekommen aus dieser gut gemeinten Kinokooperation ist für die eigene Kollektion nur eine einzige Polyester-Tunika für 29,99 Euro. Zu wenig. Schade um die schöne Chance einer Image-Auffrischung. Die Zusammenarbeit mit einem indischen Designer zu fairen Bedingungen wäre da viel sinnvoller gewesen – und nachhaltiger.

Nicht nur das Best Exotic Marigold Hotel setzt Trends. Gerade lief Ostern im Fernsehen mal wieder „Das Böse unter der Sonne“, Guy Hamiltons Verfilmung des Agatha-Christie-Romans mit Peter Ustinov als Privatdetektiv Hercule Poiret aus dem Jahr 1982. Herrlich, wie und in was der baden geht.

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