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28.06.2011

09:14 Uhr

Dress for Success

Wenn der Sixpack in die Hose geht

Im Job sieht man nicht, was er drunter trägt, gerippte Standardware sollte es trotzdem nicht sein. Bei Unterwäsche zählt aber nicht nur die Marke, meint unsere Modekritikerin Inge Hufschlag.

Handelsblatt-Autorin Inge Hufschlag schreibt über Mode und Lifestyle. Quelle: Alexander Basta

Handelsblatt-Autorin Inge Hufschlag schreibt über Mode und Lifestyle.

Mehr als die Hälfte aller Männerunterwäsche wird immer noch von Frauen gekauft. Bei den jüngeren nicht selten mit viel Feingefühl, bei den älteren sind oft nur die Rippen im Gewebe fein. Vielleicht sehen deshalb manche Teile verdächtig aus wie Schutzkleidung vorm Fremdgehen. Und dann noch gleich im Sixpack vom Grabbeltisch als Langzeitschutz. Eine Beleidigung für jeden Mann, der unter Sixpack ganz was Anderes versteht - nämlich seine durchtrainierte Körpermitte, sein Powerhouse.

Anspruchsvolle greifen zu hochwertigen Klassikern, bei denen vor allem die Passform stimmt. Oder gleich zur Marke ihres Lieblings-Designers. Jeder Modeschöpfer, der auf sich hält, hat inzwischen eine eigene Wäschelinie. Witzigerweise kommt sie meist aus denselben Wirkereien, die auch die gerippte Standardware produzieren. Der feine Unterschied der Designer-Dessous ist dann das auffällig eingewebte Logo. Geschmackssache. Das Kind im Manne ist doch kein Baby, das verwechselt werden könnte (Oder möchte es etwa gerade das?). Deshalb braucht es eigentlich auch kein schmuckes Bündchen mit endloser Namensnennung um den Bauch. Es sei denn, der Junge heißt wirklich Calvin, Tommy oder hat sich ein Pseudonym namens Bruno zugelegt.

Seit kurzem mischt auch das weltbestbezahlte männliche Top-Model mit im Wäschemarkt: Markus Schenkenberg. Seine Kollektion vertreibt der schöne Schwede niederländischer Herkunft über den TV-Verkaufskanal QVC. Schenkenberg ist – wie seine weibliche Kollegin Heidi Klum – längst auch Top-Geschäftsmann. Er bewirbt seine Unisex-Kollektion mit vollem Körpereinsatz in 1,93 Länge so anschmiegsam und verführerisch, dass auch Mädels zugreifen.

Marcus Schenkenberg: die Passform stimmt! Quelle: obs

Marcus Schenkenberg: die Passform stimmt!

Das ist gewollt. Wie schon bei Jeans. Als die Hersteller spitz kriegten, dass die Mädels schon mal gern in die oft bequemeren Jeans ihrer Freunde schlüpfen, kreierten sie flugs eine eigene Größe für Girls: Boy-Friends-Cut. Damit wollen sie jetzt auch bei der Unterwäsche einen guten Schnitt machen. Wo und wie sie Markus Schlüpfer am liebsten tragen, verrieten die Teilnehmerinnen seines eigenen Model-Contests: „Im Bett.“

Ganz früher, in grauen Vor-Designer-Zeiten, stand der Name in der Unterhose schlicht für hochwertige Qualität: Reiner Mako. Damit ist allerfeinste Baumwollqualität gemeint. Auch heute noch eine gute Empfehlung. Es lohnt sich, die einschlägigen Angebote bis Z durchzuklicken, bis Zimmerli. Da sieht man’s dann: Die Schweizer sind gar nicht so langweilig, wie man ihnen oft nachsagt. Sie sollen sogar die beste Unterwäsche der Welt haben.

Von

Kommentare (5)

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Experten_fuer_jeden_Scheiss

28.06.2011, 10:40 Uhr

Modekritikerin, kann man damit tatsächlich Geld verdienen?
Wer bezahlt für so einen Schwachsinn?

Account gelöscht!

28.06.2011, 11:45 Uhr

Das ist doch Pipifax.

Account gelöscht!

28.06.2011, 11:46 Uhr

Das ist doch Pipifax.

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