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22.01.2007

16:27 Uhr

Energiekosten

Fluglinien klammern sich an Kerosinzuschläge

Der Ölpreis sinkt seit Monaten stetig - und die deutschen Fluglinien halten weiter an ihren Kerosinzuschlägen fest. Dem ersten Vorstoß der Deutschen Lufthansa, die im Oktober ihre Zuschläge für Interkontinentalflüge leicht gesenkt hatte, fand weder eine Fortsetzung für die Mittel- und Kurzstrecken noch Nachahmer unter den deutschen Fluggesellschaften.

tak/HB DÜSSELDORF. Deutschlands zweitgrößte Fluggesellschaft Air Berlin-dba plant nicht, ihre Zuschläge zu senken. „Wir warten erst einmal ab, wie sich der Kurs weiter entwickelt“, sagte eine Sprecherin. Auch LTU hält kurz- und mittelfristig an Zuschlägen von 22 Euro für die Kurzstrecken und 50 Euro für die Langstrecken fest.

Marktbeobachter wundert das Festhalten an den Zuschlägen nicht. „Die Kerosinaufschläge sind nur eine Form der Preiserhöhung. Einmal eingeführt und vom Markt angenommen, werden sie nur zögernd oder gar nicht mehr zurückgenommen“, sagt Per-Ola Hellgren von der Landesbank Baden-Württemberg. Die Mehrzahl der Fluggesellschaften hatte 2004 bei steigenden Preisen die Zuschläge eingeführt. Flugbenzin ist neben Personal der mit Abstand größte Kostenblock bei Airlines - und entsprechend der entscheidene Hebel für Gewinn oder Verlust.

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