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03.04.2013

17:01 Uhr

Erfolgsfaktor Stil

So setzt Mann im Büro modische Akzente

VonMarie Mertens

Es gibt viele Möglichkeiten, sich vom einheitlichen Look der Kollegen abzusetzen. Der Fokus sollte auf hochwertigen Klassikern liegen. Von mittelmäßigen personalisierten Kleidungsstücken raten Experten ab.

Modisch interessierte Männer können das Einstecktuch zum Bestandteil ihres persönlichen Stils machen. Olymp

Modisch interessierte Männer können das Einstecktuch zum Bestandteil ihres persönlichen Stils machen.

Düsseldorf„Sich von der grauen Masse abzuheben ist in jedem Fall gut, wenn man sich einen Namen machen will“, weiß Sabine Schwind von Egelstein, Imageberaterin und Gründungsmitglied des Deutschen Kniggerats.

Männern bieten sich in der Mode drei Bereiche, in denen sie ihre Individualität zum Ausdruck bringen können. In der Farbwahl und -kombination, beim Material und den Accessoires. Die Expertin rät beispielsweise zu einer farblich abgestimmten Anzug-Hemd-Krawatten-Kombination oder einer sich wiederholenden Akzentfarbe.

Möglich ist auch das Spiel mit Materialien. Anstatt zu einem Anzug aus Schurwolle oder Baumwolle zu greifen, empfehlen sich Modelle aus Tweed. Im Accessoire-Bereich gestalten sich die Möglichkeiten am vielfältigsten. „Hier lauern jedoch auch Gefahren wie peinliche Krawatten mit Comicfiguren, zu viel Schmuck oder die antiquierte Krawattennadel“, sagt Schwind von Egelstein.

Wenn Krawattenpflicht herrscht, bringt man seinen Stil mit sich wiederholenden Motiven oder Farben zum Ausdruck. Alternativ kann das Einstecktuch als Farbtupfer auf das Hemd abgestimmt werden. Denkbar wäre laut der Expertin auch, grundsätzlich Hemden mit Umschlagmanschetten zu tragen oder eine Manschettenknopfsammlung anzulegen. „Die Fliege zu kultivieren hat immer etwas von ‘zerstreuter Professor’. Davon würde ich abraten“, meint Schwind von Egelstein.

Von personalisierten Erkennungsmerkmalen wie gestickten Initialen am Kragen oder Gravuren auf Manschettenknöpfen hält die Kniggeexpertin nichts. „Qualität ist für mich eines der wichtigsten Details. Besser gut geputzte edle Schuhe und ein tadellos gebügeltes Hemd als Mittelmaß mit Gravur. Wenn die Qualität stimmt, darf jeder gerne als Kür seine Individualität leben“, rät sie.

Seinen persönlichen Stil sollte man nicht nur von der Branche und der Position abhängig machen, sondern auch von seinem Geschmack. Die Expertin empfiehlt, sich zu 80 Prozent an der klassischen Businessgarderobe zu orientieren. Mit den restlichen 20 Prozent kann jeder spielen und seine persönliche Note einbringen. „Das kann in Form von Accessoires passieren, wie zum Beispiel Manschettenknöpfe, Einstecktücher oder auch dem Weglassen der Krawatte“, sagt Schwind von Egelstein.

Wer noch auf der Suche nach seinem Stil ist, sollte eine Stilanalyse in Erwägung ziehen. „Nach meiner Erfahrung und dem Feedback meiner Kunden spiegelt sich in den 20 Prozent oft der Stil der Lebenspartnerin wider. Wenn diese wechselt, ändert sich damit auch ein Teil des Kleiderschrankinhalts.“

Positive Beispiele für Männer mit einem gelungenen individuellen Stil sind laut Expertin Josef Ackermann oder Karl Theodor von Guttenberg, der in der Vergangenheit Krawatten mit sich wiederholenden Tiermotiven getragen hat. Unter den Managern überzeugt Wolfgang Reitzle mit einem individuellen Stil von guter Qualität. Bei den Politikern gehört laut Schwind von Egelstein Barack Obama zu den bestgekleideten.

Kommentare (3)

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pendler

03.04.2013, 18:19 Uhr

oje, das war aber voll Kanone daneben.

Man kleidet sich im Büro so, wie es sich gehört udn vor allem so, wie es vom Chef erwartet wird.

Dieser Artikel ist (leider) nichts für die Realität, denn der Lackaffe kleidet sich anch der Mode und wer Karriere machen will, kleidet sich so, das man ihn fördert.

Account gelöscht!

03.04.2013, 18:57 Uhr

@ pendler:

Wer wirklich etwas kann und gut im Geschäft ist, hat auch genug Selbstvertrauen sich einen eigenen Kleidungsstil anzueignen.

Wer nur darauf achtet, was der Vorgesetzte denkt, hat sowieso versagt. Außerdem wird ein kluger Vorgesetzter beides honorieren, gute Arbeit sowie den eigenern Stil.

Nicht ohne Grund werden "schöne Menschen" leichter gefördert; dazu gehört auch ein personifizierter und eleganter Stil bei der Kleidung.

Account gelöscht!

03.04.2013, 20:41 Uhr

Wenn man für das Unternehmen unverzichtbar und eine Kapazität auf seinem Gebiet ist, kann man sich kleiden wie man will. Ich finde es lächerlich, wenn Leute mit Anzug zur Arbeit kommen (sieht aus wie Affe).

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