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09.05.2011

11:52 Uhr

Erfolgsprodukt Schaumwein

Wenn der Rosé-Sekt in Strömen fließt

Deutschland liebt Sekt: 25 Prozent der Weltproduktion werden hier getrunken. Die Kellereien haben aber auch die Exportmärkte im Blick und bewiesen zuletzt immer wieder ein Auge für Trends - von Rosé bis alkoholfrei.

Prickelndes Erlebnis: Deutsche Kellereien wollen die Liebe zum Sekt exportieren. Quelle: dpa

Prickelndes Erlebnis: Deutsche Kellereien wollen die Liebe zum Sekt exportieren.

Frankfurt2009 war das „Konjunkturbarometer“ Sekt wohl selbst ein wenig beschwipst und tanzte prompt aus der Reihe: Trotz Krise wanderten damals deutlich mehr Flaschen in heimische Keller als 2008. Nun soll sich der Prickelwein wieder an die wirtschaftliche Entwicklung halten und entsprechend verkauft werden.

„Wir sind recht optimistisch gestimmt“, sagt der Geschäftsführer des Verbands Deutscher Sektkellereien, Ralf Peter Müller, anlässlich des 14. Deutschen Sekttags am Samstag. Den großen Reibach macht die Branche zwar erst zu Weihnachten und Silvester wenn rund ein Drittel des Jahresumsatzes erzielt wird - bei Premium-Produkten sogar bis zu 50 Prozent. Aber schon das Ostergeschäft verströmte Zuversicht.

Seit jeher decken die heimischen Kellereien rund 80 Prozent des Konsums beim Sektweltmeister Deutschland (25 Prozent des Weltkonsums) ab - der lag 2010 bei knapp 430 Millionen Flaschen. Der Rest wird importiert. Deswegen setzen auch heimische Betriebe auf Prickelwasser-Export: vor allem ins europäische Ausland.

So ist die Kellerei Henkell und Co. aus Wiesbaden nach eigenen Angaben in insgesamt 15 Ländern Europas aktiv - 1992 wurde in Ungarn das erste ausländische Unternehmen eröffnet. „Diese Länder stellen vier Prozent der Weltbevölkerung, sind aber für 50 Prozent des Sektabsatzes verantwortlich“, sagt Unternehmenssprecher Jan Rock. Die Vorzeige-Marke „Henkell trocken“ werde in 80 Ländern verkauft.

Recht neu ist die Sektausfuhr noch für den heimischen Marktführer Rotkäppchen aus Freyburg in Sachsen-Anhalt. Vorstand Gunter Heise hatte erst kürzlich angekündigt, Exportmärkte sondieren zu wollen. Fernost soll im Blick sein.

Kommentare (2)

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Eva1811

05.07.2011, 20:20 Uhr

Das ist die Alternative oder besser das Getränk für die "fortgeschrittene Jugend" anstatt Alkopops.

Sekt oder Selters heisst es schon lange nicht mehr, dieser Markt birgt Möglichkeiten, rose ist wohl erst der Anfang und der Begriff Schaumwein wird wohl neu definiert werden, vielleicht in kleinen 0,5 l Flaschen oder trendiger Verpackt?? (da gibt es sicher auch Möglichkeiten bei der Flaschenindustrie als die "normale Form, fragt doch mal nach). Das Auge isst und trinkt bekanntlich mit.

Eva1811

05.07.2011, 20:21 Uhr

Das ist die Alternative oder besser das Getränk für die "fortgeschrittene Jugend" anstatt Alkopops.

Sekt oder Selters heisst es schon lange nicht mehr, dieser Markt birgt Möglichkeiten, rose ist wohl erst der Anfang und der Begriff Schaumwein wird wohl neu definiert werden, vielleicht in kleinen 0,5 l Flaschen oder trendiger Verpackt?? (da gibt es sicher auch Möglichkeiten bei der Flaschenindustrie als die "normale Form, fragt doch mal nach). Das Auge isst und trinkt bekanntlich mit.

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