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05.07.2011

19:20 Uhr

Evangelische Kirche

Käßmann plant ihr Comeback

Eine Trunkenheitsfahrt sorgte für ihren Abgang - jetzt übernimmt die ehemalige Bischöfin Margot Käßman wieder ein Amt. Als Luther-Botschafterin der Evangelischen Kirche sucht sie den Weg zurück in die Öffentlichkeit.

Die evangelische Theologin und ehemalige Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland, Margot Käßmann, wird Luther-Botschafterin. Quelle: dpa

Die evangelische Theologin und ehemalige Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland, Margot Käßmann, wird Luther-Botschafterin.

FrankfurtMargot Käßmann soll in den Dienst der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) zurückkehren. Die ehemalige EKD-Ratsvorsitzende und hannoversche Landesbischöfin habe mit der Kirchenleitung vereinbart, dass sie „Botschafterin des Rates der EKD für das Reformationsjubiläum 2017“ wird, berichten „Frankfurter Allgemeine Zeitung“ und „Frankfurter Rundschau“ in ihren Mittwochsausgaben. 

Käßmann war im Februar 2010 nach einer Trunkenheitsfahrt von ihren Kirchenämtern zurückgetreten. Ihr Name war seitdem für diverse Ämter sowohl in der Politik als auch in der Kirche ins Gespräch gebracht worden. 

Die frühere Bischöfin von Hannover soll als eine Art Luther-Botschafterin fungieren und damit Galionsfigur für die 500-Jahr-Feierlichkeiten sein. Die öffentliche Vorstellung soll noch in dieser Woche stattfinden, heißt es in der „Frankfurter Rundschau“. 

Nach „FAZ“-Informationen hat der Rat, das Leitungsgremium der EKD, der Berufung Käßmanns am vergangenen Freitag auf einer Sitzung in Berlin zugestimmt. Käßmann habe zuvor dem Ratsvorsitzenden Nikolaus Schneider in einem Gespräch ihre Zusage gegeben, nachdem die Entscheidung für eine Rückkehr in mehreren Gesprächen über längere Zeit vorbereitet worden war. 

Käßmann soll das neu zu schaffende Amt im April 2012 nach Beendigung ihrer Gastprofessur an der Universität Bochum antreten. Die innerkirchlichen Befürworter der Rückkehr äußern, Margot Käßmann sei geeignet wie keine zweite, öffentliche Aufmerksamkeit auf das anstehende Reformationsjubiläum zu lenken. Mit der Personalie Käßmann wird laut „FAZ“ zudem die Hoffnung verbunden, dass das 500-Jahr-Jubiläum der Reformation auch international und in der weltweiten Ökumene Resonanz erfährt. 

Von

dapd

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