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25.02.2011

15:38 Uhr

Fernsehen

Lotterie verliert Kunden wegen Lierhaus-Gage

Erst rührte Monica Lierhaus mit ihrem Comeback Millionen Fernsehzuschauer, jetzt sorgt sie für Wirbel: Ihr 450.000-Euro-Vertrag soll Grund zahlreiche Abo-Kündigungen der ARD-Fernsehlotterie "Ein Platz an der Sonne" sein.

Bewegendes Comeback, nun Ärger wegen neuen Vertrags: Monica Lierhaus bei der Verleihung der "Goldenen Kamera" mit Laudator Günter Netzer (li.) und ihrem Lebensgefährten Rolf Hellgardt. Quelle: Reuters

Bewegendes Comeback, nun Ärger wegen neuen Vertrags: Monica Lierhaus bei der Verleihung der "Goldenen Kamera" mit Laudator Günter Netzer (li.) und ihrem Lebensgefährten Rolf Hellgardt.

BerlinDie ARD-Fernsehlotterie "Ein Platz an der Sonne" erhält überdurchschnittlich viele Kündigungen der Los-Abonnements. Als Grund wird zum Teil Verärgerung über den 450.000-Euro-Vertrag mit Monica Lierhaus angegeben. Der Sprecher der Fernsehlotterie,
Mario Czipull, bestätigte am Freitag einen Bericht des Internetportals der "Hannoverschen Allgemeinen Zeitung".

Czipull sagte, die überdurchschnittlichen Kündigungen seien "vor dem Hintergrund der aktuellen Diskussionen" zu sehen. Wenn die Kunden eine Begründung für die Abo-Kündigung angeben, sei "vereinzelt" konkret der Lierhaus-Vertrag genannt worden.

Die frühere "Sportschau"-Moderatorin wird nach fast zweijähriger schwerer Krankheit Botschafterin der ARD-Fernsehlotterie. Dafür soll sie pro Jahr 450.000 Euro erhalten, wie der "Spiegel" berichtet hatte. Offiziell bestätigt wurde dies bisher nicht. Dem Bericht
zufolge soll die Vergütung später noch erhöht werden.

Die ARD-Fernsehlotterie "Ein Platz an der Sonne" stellt am 3. März in Hamburg Details der Werbekampagne mit Monica Lierhaus vor, die nach bisherigen Angaben nicht an der Pressekonferenz teilnimmt.

Laut "Spiegel" soll sie dienstags und donnerstags in der Werbung der Fernsehlotterie im Ersten Programm zu sehen sein und sonntags die Bekanntgabe der Wochengewinner präsentieren.

Auf die Abo-Kündigungen verschickt die ARD-Lotterie ein offenbar standardisiertes Antwortschreiben. Darin heißt es nach dem Bericht von "haz.de": "Viele Menschen vergleichen ihre eigenen Bezüge mit den diskutierten Summen. Ein direkter Vergleich macht zunächst eine Schieflage deutlich, ist unseres Erachtens aber schwierig, weil sich Prominente, die zu Werbezwecken eingesetzt werden, immer in einem deutlich höheren Gehaltsgefüge bewegen."

In einer Umfrage des "Stern" hatten erst in der vergangenen Woche knapp zwei Drittel der Deutschen (63 Prozent) angegeben, sie fänden es gut, dass die erkrankte Ex-Sportmoderatorin demnächst Botschafterin der ARD-Fernsehlotterie wird. Überdurchschnittlich wird
das Comeback demnach von Frauen (67 Prozent) und Bürgern über 44 Jahren (66 Prozent) begrüßt. 13 Prozent halten es nicht für gut, dass Lierhaus jetzt diese Funktion übernimmt, 24 Prozent äußerten keine Meinung.

Von

dapd

Kommentare (15)

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Otto

25.02.2011, 16:13 Uhr

Das Problem der Gehälter ist die GEZ. Da dies eine staatl. Organisation ist, die nicht kontrolliert wird, hat sich bei der GEZ und den Rundfunkanstalten ein unglaubliches Gehaltsgefüge eingeschlichen. Hier ist einiges zu berichtigen. Der 1. Schritt wäre die GEZ abzuschaffen.

Lisa

25.02.2011, 16:36 Uhr

30% der Einnahmen werden als Gewinn ausgeschüttet, 30% verbleiben für den gemeinnützigen Zweck, aber 40% werden für Verwaltung und Werbung ausgegeben !

rambo4you

25.02.2011, 21:06 Uhr

Vollversorgung für eine Geschäftsunfähige

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