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14.11.2012

13:27 Uhr

Für „deutlich mehr als 5 Millionen“

Gottschalk verkauft sein Schloss

Der Entertainer Thomas Gottschalk will sein Schloss Marienfels in Remagen am Rhein verkaufen. Preislich liegt das Anwesen bei rund fünf Millionen Euro. Eine neue Bleibe in Deutschland hat der Moderator bisher noch nicht.

Sucht einen neuen Besitzer: Das Schloss Marienfels bei Remagen am Rhein dpa

Sucht einen neuen Besitzer: Das Schloss Marienfels bei Remagen am Rhein

Remagen/BerlinModerator Thomas Gottschalk wird sein Schloss am Rhein verkaufen. Der Entertainer, der noch eine Mühle im kalifornischen Malibu besitzt, will so unabhängiger werden. "Ich will mich in Zukunft weder von Quoten noch von Wohnsitzen abhängig machen", sagte der 62-Jährige der Zeitschrift "Bunte" laut Vorabbericht von Mittwoch. In seinem Schloss Marienfels bei Remagen habe er leider nicht oft genug gewohnt, sagte er.

"Ich muss zugeben, dass ich mich vor den Konsequenzen meines Berufs gern gedrückt habe, indem ich mich nach Kalifornien absetzte", sagte Gottschalk. Irgendwann seien alle Wetten gewonnen oder verloren.

Auf die Frage, ob er die Zelte in Deutschland abbrechen wolle, sagte Gottschalk der "Bild"-Zeitung (Mittwochausgabe): "Nein, die entscheidende Veränderung ist der Umzug vom Schloss ins Zelt. Wo ich das dann allerdings aufschlagen werde, weiß ich selbst noch nicht."

Über die Hintergründe des Verkaufs sagte Gottschalk weiter: "Ich habe gerade mit meiner Frau unseren 36. Hochzeitstag in San Francisco gefeiert. Da waren noch ein paar Althippies mit ihren Schlafdecken unterwegs. Wir beide haben auch mit Null angefangen und haben heute ein Schloss am Rhein und eine Windmühle in Malibu an der Backe. Jetzt fangen wir an, das Loslassen zu üben."

Zum Kaufpreis des 1859 erbauten Anwesens mit 14 Zimmern, das auf einem 100.000 Quadratmeter großen Grundstück steht, sagt Gottschalk: "Der potenzielle Käufer sollte schon einen Bausparvertrag von deutlich über fünf Millionen Euro haben, wenn er sich ein Schloss leisten will."

In Remagen sei man trotz der betrüblichen Nachricht vom Wegzug Gottschalks "froh und stolz", einen so prominenten Anwohner gehabt zu haben, sagte der Leiter der Tourismuszentrale in Remagen, Martin Tillmann, am Mittwoch auf dapd-Anfrage. "Wir haben immer die Privatsphäre von Thomas Gottschalk geachtet." Anders als in einer Großstadt könnten sich Prominente im rund 16.000 Einwohner zählenden Remagen auch ohne Bodyguards bewegen.

Wenn der Entertainer zu seinem Wohnsitz am Rhein gekommen sei, habe das aber dennoch für Aufsehen gesorgt. "In der Bäckerei ist einmal die Verkäuferin fast in Ohnmacht gefallen, als Herr Gottschalk zum Brötchenkaufen vorbeikam."

2004 hatte Gottschalk Schloss Marienfels gekauft und Geld in die Sanierung investiert. Dafür sei man in Remagen sehr dankbar, sagte Tillmann. "Wir wünschen Herrn Gottschalk nun alles Gute für die Zukunft und hoffen, dass er einen Käufer für Schloss Marienfels findet."

Von

dpa

Kommentare (5)

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Account gelöscht!

14.11.2012, 13:07 Uhr

Wer kauft schon solch Kostenapparat?
Sogar die Kelly-Family hat ihr Schloss schon vor Jahren
wieder abgestossen.
Nach dem Motto: Wie werde ich am schnellsten mein Geld los? Indem ich ein Schloss kaufe und nur noch für den Erhalt desselben zahle.
Schön blöd, wer sein gutes Geld in alte Gemäuer investiert.
Grössenwahn ist längst out in Zeiten der Energiekrise.

Account gelöscht!

14.11.2012, 14:15 Uhr

als wein/spa-oase für sehr reiches Publikum bietet sich das teil schon an.Selbe zieht man in den bediensteten trakt. anonym bleibt man da oben allemal

Account gelöscht!

16.11.2012, 18:28 Uhr

Wetten, das die Presse wissen will, was dieses sogenannte Zuckerbäckerstil-Schloss abwerfen wird?

Gottschalk, soll Biertischgesprächen zufolge mehrere Gründe haben, dieses Bauwerk abdrücken zu wollen. Wächter, Putze und Hofgärtner sollen sich wegen mehr Zaster starkgemacht haben. Ihr biss auf Granit ist wohl nun vollzogen. Für Gottschalk gab es Stress, der aber mit jenem der Bediensteten nicht vergleichbar ist. Die Putze wienert 18 Zimmer oder das Viertel eines Minifußballfeldes, der Gärtner harkt, hackt und jätet Unkraut auf 10 Hektar Park und schlägt Koniferendiebe in die Flucht. Dass das Schloss einem Kinderheim geschenkt werden soll, will niemand glauben. Schön wäre es trotzdem.
"Antiquitätenmarder" bzw. Fassadenkletterer könnten sich für das im Zuckerbäcker- oder Neostil gebaute Schloss freilich interessieren. Schon die Fassade zieht solche Spezis magisch an – für sie könnte das Inventar interessant sein. Groß angelegte Fenster machen das Fensterln mit einbrechender Dunkelheit bei dieser Architektur gut möglich - Ölschinken und Antikmobillar lassen sich gut ausmachen. Da ist Gottis Leben als „Buissenes-Versuchskarnickel“ bei DsdS ruhiger.
Was den Schlossherrn des 21. Jh. noch dazu bewegen könnte, dieses „Domizil“ abzudrücken: die Sage, vom Teufel. Er soll immer noch einen Rochus auf das Schloss haben. Er hauste einst in einer Berghöhle unter dem jetzigen Anwesen. Im Zuge der Errichtung der Baugrube wurde er verjagt. Wer Rückgrat hat, lässt den Teufel kaum mietfrei wohnen.

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