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22.01.2006

17:11 Uhr

Für Montag geplanter Ausstand abgesagt

Streik bei Alitalia führt zu Absage von 155 Flügen

Wegen eines Streiks von Beschäftigten des Bodenpersonals hat die staatliche italienische Fluggesellschaft Alitalia am Wochenende insgesamt 155 Flüge abgesagt.

HB ROM. Alitalia erklärte am Sonntag, „illegale Gewerkschaftsaktivitäten“ seien der Grund für die Absagen. Am Samstag konnten 66 Flüge nicht wie geplant abgefertigt werden, am Sonntag weitere 89. Die Gewerkschaften sagte unterdessen einen für Montag geplanten weiteren Ausstand von 24 Stunden ab. Allerdings werde es weitere Betriebsversammlungen und damit mögliche Behinderungen geben, hieß es in Gewerkschaftskreisen.

Der Streik sollte ursprünglich um Mitternacht beginnen. Aus Gewerkschaftskreisen verlautete jedoch, man wolle zunächst das Ergebnis eines Treffens mit der Regierung abwarten, das für Mittwoch geplant sei. An dem Ausstand beteiligten sich neben anderen Gepäck- und Wartungsarbeiter.

Die Protestwelle vor allem der Flugbegleiter und des Bodenpersonals, die am Donnerstag begonnen hatte, richtet sich gegen die Sanierungspläne der angeschlagen Staatslinie. Die Alitalia-Führung, die im vergangenen Jahr finanziell zeitweise kurz vor dem Aus stand, hatte vor einiger Zeit längerfristige Sparpläne mit Personalabbau beschlossen. Wie das staatliche italienische Fernsehen berichtete, hat die Regierung in Rom die Gewerkschaften für diesen Mittwoch zu Gesprächen geladen.

Die Gewerkschaften fordern von der Alitalia-Führungsspitze einen neuen Sanierungsplan, der die Zukunft des Unternehmens sichert. Allerdings hatten die Gewerkschaften kürzlich einen „Waffenstillstand“ für die Zeit der Olympischen Winterspiele in Turin (10.-26. Februar) zugesagt.

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