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11.04.2015

17:36 Uhr

Game of Thrones

Fantasy-Fans bringen Boom nach Kroatien

Viele Szenen der Hit-Serie „Game of Thrones“ werden in Kroatien gedreht. Das lockt immer mehr Fantasy-verrückte Urlauber in das Land. Der Boom ist sowohl für Kroatien als auch für seine Investoren ein Segen.

In der Hafenstadt werden viele Szenen aus „Game of Thrones“ gedreht. dpa

Drehort Dubrovnik

In der Hafenstadt werden viele Szenen aus „Game of Thrones“ gedreht.

Mehr als zwei Jahrzehnte nach dem Beschuss der mittelalterlichen Burgmauer von Dubrovnik durch Truppen aus Serbien und Montenegro ertönt Kampfgetöse innerhalb der sagenumwobenen Gemäuer. Doch diesmal ist es für die Einwohner ein freudiges Ereignis.

Die rotbedachte Stadt an der Südküste von Kroatien zieht als Drehort für „Game of Thrones“ von HBO einen Pilgerstrom der Fans an. Die Erfolgsserie, die auf der Fantasy-Saga „Das Lied von Eis und Feuer” von George R.R. Martin basiert, hat mit dem kompliziert gesponnenen Handlungsfaden, machtbesessenen Charakteren und üppigen Nacktszenen zahlreiche Anhänger gewonnen. Die fünfte Staffel, die auch in Spanien und Nordirland gedreht wurde, feiert am 12. April in 170 Ländern Premiere.

In und um Dubrovnik wurden die Szenen von King's Landing alias Königsmund gedreht, einer Stadt isters auf dem fiktiven Kontinent Westeros. Die Produktion schaffte tausende Arbeitsplätze für Statisten, Zuarbeiter und Geschäfte, die von dem zunehmenden Tourismus profitieren. „Ich hoffe, dass sich ‚Game of Thrones‘ auf Dubrovnik genauso auswirken wird wie die ‚Herr der Ringe‘-Filme auf Neuseeland”, sagt Bürgermeister Andro Vlahusic.

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Das wäre sowohl für Kroatien als auch für seine Investoren ein Segen. Das Land mit seinen 4,2 Millionen Einwohnern war 2013 der Europäischen Union beigetreten – in der Hoffnung auf einen höheren Lebensstandard, der 61 Prozent unter dem Durchschnitt in der Union liegt. Doch dafür braucht Kroatien, das in der Bloomberg-Jahresrangliste der aussichtsreichsten Grenzmärkte den 11. Platz belegt, so viel Hilfe wie möglich.

Die kroatische Wirtschaft ist im Zuge einer seit 2009 andauernden Rezession um zwölf Prozent eingebrochen, was die drittschlimmste Konjunkturschrumpfung in der EU hinter Griechenland und Zypern darstellt. Die Staatsanleihen des Lands profitierten zwar von einer europaweiten Bond-Rally, die Rendite der fünfjährigen Papiere liegt aber noch immer bei etwa drei Prozent. Das ist das dritthöchste Niveau in der EU – wieder nach Zypern und Griechenland.

Der Tourismus spielt für die kroatische Wirtschaft eine entscheidende Rolle. Mit der dritthöchsten Pro-Kopf-Zahl an Auslandsbesuchern in der EU trägt der Fremdenverkehr etwa ein Sechstel zur Wirtschaftsleistung bei. Ankünfte von Touristen aus dem Ausland sind im vergangenen Jahr um sechs Prozent auf etwa 13 Millionen gestiegen.

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