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03.12.2011

13:33 Uhr

Gottschalks Abschied

„Zur Not werde ich Rentner in Malibu“

Ein letztes Mal Smalltalk auf dem Sofa, dann ist es vorbei. Thomas Gottschalk moderierte gestern zum letzten Mal „Wetten, dass..?“. Im Interview spricht er über die Nachfolgediskussion - und seine Zukunftspläne.

Moderator Thomas Gottschalk dapd

Moderator Thomas Gottschalk

BerlinSollte seine neue Show nicht funktionieren, hat Gottschalk schon einen „Plan B“ als „Rentner in Malibu“. Die Diskussion um seine Nachfolge bei „Wetten, dass..?“ amüsiere ihn, eine Rückkehr wie 1993 schon einmal zu Deutschlands größter Show schließt er aber aus.

Wenn Sie das Jahr Revue passieren lassen, haben Sie manchmal gedacht: Die Nachfolgediskussion um „Wetten, dass..?“ bis zur Absage Hape Kerkelings könnte der Sendung so sehr Schaden zufügen, dass Sie besser selbst am Ruder bleiben sollten?

Gottschalk: „Nein, die ganze Diskussion amüsiert mich eher. Seit Jahren lese ich wechselweise, dass ich es hinter mir habe oder dass die Sendung ohnehin am Ende ist. Jetzt wollen die einen, dass ich weiter mache, und die anderen reden sich die Köpfe heiß, wer denn diesen Unterhaltungsdampfer durch eine Zukunft steuern könnte, die man ihm eigentlich gar nicht mehr zugetraut hat.“

Tut es „Wetten, dass..?“ gut, als bewährtes, aber auch alt hergebrachtes Format mit neuer Moderation gegen die beinharte Konkurrenz wie Dieter Bohlens „Supertalent“ antreten zu müssen, das inzwischen für viele jünger Zuschauer eine Lagerfeuerfunktion übernommen hat, wie sie auch „Wetten, dass..?“ für sich beansprucht?

Gottschalk: „Ich habe es am eigenen Leibe erlebt, dass „Wetten, dass..?“ nicht mehr automatisch erfolgreich ist. Das waren wir fast 30 Jahre, wovon ich 24 genießen durfte - ein Geschenk, das keinem Moderator mehr in den Schoß fallen dürfte. Aber die Zeiten, wo die Konkurrenz vor uns gekniffen hat, sind seit langem vorbei. Während die aber völlig neue Sehgewohnheiten schaffen und gnadenlos die Dramaturgie hochjazzen, sind wir fast immer noch so harmlos wie zu Beginn. Und den Versuch, dem Ganzen mehr Drive zu geben, mussten wir nach dem Unfall mit Samuel Koch selbstverständlich ganz schnell wieder bleiben lassen.“

Thomas Gottschalk: Die wichtigsten Stationen seiner Karriere

Ab 1971

Gottschalk ist freier Mitarbeiter des Jugendfunks beim Bayerischen Rundfunk (BR), ab 1973 ist er Sprecher der „Abendschau“-Nachrichten.

1976

Gottschalk bekommt eine Festanstellung beim BR und heiratet seine Freundin Thea. Seine witzigen Ansagen in der Hörfunksendung „Pop nach acht“ kommen bei den Zuhörern gut an.

1977

Er moderiert die Sendung „Telespiele“, die zunächst in einigen Dritten Programmen und ab 1980 bundesweit in der ARD zu sehen ist.

1982 Teil 1

Mit Mike Krüger ist Gottschalk im Kinofilm „Piratensender Powerplay“ zu sehen. Weitere Filmrollen folgen.

1982 Teil 2

Gottschalk wechselt zum ZDF. Bis 1987 präsentiert er dort „Na sowas“, eine Mischung aus Talk- und Musikshow.

26. September 1987

Er moderiert erstmals die ZDF-Sendung „Wetten, dass...?“ als Nachfolger von Frank Elstner. Knapp 21 Millionen Menschen sehen zu. Mit Ausnahme einer Pause in den Jahren 1992 und 1993 war er bis 2011 Showmaster der Sendung.

1990

Gottschalk arbeitet auch für RTL. Von 1992 bis 1995 moderiert er eine Late-Night-Show.

1995 bis 1997

Auf Sat.1 moderiert er „Gottschalks Hausparty“.

1999

Mit seinem Bruder Christoph gründet er die Vermarktungsfirma dolce media GmbH in München.

2004

„Thomas Gottschalk. Die Biografie“ von Gert Heidenreich erscheint.

September 2009

Mit Michelle Hunziker hat Gottschalk erstmals eine Co-Moderatorin bei „Wetten, dass..?“

4. Dezember 2010

Der Kandidat Samuel Koch verunglückt bei einer Wette schwer und bleibt gelähmt.

12. Februar 2011

Gottschalk kündigt seinen Rücktritt nach Ablauf der Staffel im Sommer an.

30. April 2011

Gottschalk moderiert seine letzte reguläre „Wetten, dass..?“-Sendung.

18. Juni 2011

Gottschalk moderiert die letzte Sommer-Ausgabe von „Wetten, dass..?“ auf Mallorca.

Herbst 2011

Mit drei Sonderausgaben will Gottschalk auf seine Zeit bei „Wetten, dass..?“ zurückblicken. Danach soll das Format eine mindestens halbjährige Pause einlegen.

Viele Namen sind als mögliche Nachfolger gehandelt worden. Wer würde Ihnen passen?

Gottschalk: „Was den Namen eines möglichen Nachfolgers betrifft, werde ich mich vornehm zurückhalten. Helmut Schmidt würde auf jeden Fall Herrn Steinbrück empfehlen.“

Kommentare (13)

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Lutz

03.12.2011, 15:45 Uhr

Gottschalk ist ein unerträglicher Großotz.

Zu lange hat er sich vom üppigen Futtertrog der GEZ genährt.







lola

03.12.2011, 18:24 Uhr

da kann er sich hoechstens ein Haueschen mieten. Die Steuern und die Ausgaben fuer Strom, Wasser etc. sind sehr sehr hoch. Auch braucht er mindestens zwei Gaertner, zwei Zimmermaedchen und zwei Reinigungs Frauen oder Maenner,die das Haus sauber halten. Kein Mensch wird sozial mit ihm verkehren,das ging dem Arnold genauso haette er nicht die Maria gehabt.Ja, er scheint Grossotz zu sein. Wie ist uebrigens sein Englisch und wie sind seine Kenntnisse ueber ueber Amerika? Mit Geld kann man vieles haben. Auch eine Green-card. Aber in Amerika zu leben,davon hat er keine Ahnung.

Account gelöscht!

03.12.2011, 22:22 Uhr

Ich habe es nie fertiggebracht, eine ganze Sendung anzusehen... Schwachsinn für Schwachsinnige...

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