Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

24.01.2007

07:00 Uhr

Handball-WM in Halle

Bach nach dem Sprungwurf

VonUli Schulte Döinghaus

Halle in Westfalen macht nicht den Eindruck, als sei es die Heimat von sportlichen Großereignissen. Doch hat die Stadt nicht nur das bekannte Tennisturnier „Gerry Weber Open“, in diesem Jahr fand dort auch das Eröffnungsspiel der Handball-Weltmeisterschaft statt. Aber gerade auch, wer sich von der Dynamik des Sports erholen will, ist in Halle gut aufgehoben.

HALLE/WESTFALEN. Heute Abend haben die Handballfans das Brüllen, wenn im „Gerry-Weber-Stadion“ zu Halle in Westfalen das Eröffnungsspiel der Handball-Weltmeisterschaften ausgetragen wird: Deutschland - Brasilien. Dann könnten selbst die Schnurrbartspitzen des Heiner Brand ins Zittern geraten.

Nächsten Freitag wird’s ein paar hundert Meter weiter etwas stiller zugehen, wenn sich die Musikbegeisterten Ostwestfalens auf einen klassischen Ohrwurm freuen dürfen: Zum Auftakt der „Haller Bachtage“ will das Chorensemble der heimischen Johanniskantorei, unterstützt von renommierten auswärtigen Solisten, die Motette „Jesu meine Freude“ bringen.

Die Handball-WM wird’s in Halle so schnell nicht wieder geben. Die Bachtage freilich gibt’s seit 44 Jahren regelmäßig, und sie haben der kleinen Stadt im Westfälischen einen guten Ruf in der Musikszene eingebracht, unter anderem wegen der Interpreten und Gäste aus aller Welt.

Die aufwendige Veranstaltungsreihe wäre wohl so nicht möglich, wenn nicht Sponsorengelder aus der heimischen Wirtschaft flössen, unter anderem aus dem in Halle ansässigen Süßwarenkonzern Storck und dem Mode- und Textilunternehmen „Gerry Weber International“, dessen Name das „Gerry Weber Stadion“ trägt.

In der regensicheren Arena haben 12 000 Besucher Platz. Jeden Juni werden hier Tennisturniere von Weltrang ausgetragen, aber auch hochrangige Konzertveranstaltungen locken Fans aus der Region zwischen Osnabrück, Gütersloh und Bielefeld an. Lionel Ritchie kommt im April vorbei, Peter Maffay grüßt im grimmigen Altherrenlook von den Plakatwänden für seine Show, ebenfalls im April. Im kulturellen „Treffpunkt Halle“ der Firma Storck geht’s intimer zu, wenn im Februar anlässlich der Bachtage zum Kammerkonzert „Meer soll er heißen“ gebeten wird.

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×