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21.01.2007

07:05 Uhr

Handelsblatt-Reise

Alpen an der Schelde

VonUli Schulte Döinghaus

Antwerpen liegt am Wasser der Schelde – und da bietet es sich an, in den „Alpen“ essen zu gehen. Im gleichnamigen Restaurant an der Gildekamers-Straat, werden herzhafte Portionen von Miesmuscheln in kochtopfartigen Behältern gereicht. Antwerpen ist die trendige Hauptstadt für Mode und Design und deswegen Ziel der aktuellen Handelsblatt-Reise.

Antwerpen: Ziel der aktuellen Handelsblatt-Reise.

Antwerpen: Ziel der aktuellen Handelsblatt-Reise.

ANTWERPEN. Unter dem hölzernen Schnitzwerk, das einen urbärtigen Waldschrat zeigt, der schnapsnäsig in die Gaststube schaut, hat ein junger Mann seinen Laptop aufgeklappt, neben sich ein Bier und einen Schnaps. Er arbeitet, vielleicht fürs Studium. Der „Stadcampus“ der Universiteit Antwerpen ist gleich nebenan im Stadtzentrum.



Wir können nicht wissen, was der junge Mann in den Computer hämmert, aber wir wissen, dass er einen Genever dazu trinkt. Im „De Vagant – hét Begrip in Jenever“ gibt’s keine anderen Schnäpse außer den 400 verschiedenen Geneversorten aus 50 belgischen Brennereien.



Die Gaststube ist ein exzellenter Ort, um mit Antwerpenern ins Gespräch zu kommen, etwa mit den beiden älteren Damen, die bei einem milden Genever aus der jüngsten Antwerpener Geschichte erzählen und davon, dass sie Deutschland mögen, vor allem die Wanderwege der Eifel.



Der „Vagant“ ist aber auch ein willkommener Zwischenstopp während eines Stadtspaziergangs durch schmale Gassen und breite Prachtstraßen – immer auf den Spuren des bedeutendsten Sohnes der Stadt, Peter Paul Rubens. Der wurde zwar im westfälischen Siegen am 28. Juni 1577 geboren, lebte und arbeitete aber die längste Zeit bis zu seinem Tod am 30. Mai 1640 in Antwerpen. Dort machten ihn sein künstlerisches Talent, seine enorme Schaffenskraft und seine kaufmännische Umsicht zu einem wohlhabenden Bürger.



Den Wohlstand belegt das Rubenshaus an der Seitenstraße „Wapper“, ganz besonders der Innenhof mit Garten à la Klein-Italien, von dem ein eindrucksvoller Blick auf das Wohnhaus links im Stil der flämischen Renaissance geht und auf das Ateliergebäude rechts, in dem heute einige Originale des Meisters sowie Kopien und Werke aus seiner Werkstatt ausgestellt sind. Viele Stücke am „Wapper“ spiegeln das Leben Antwerpens zur Blütezeit der flämischen Malerei wider.



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