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08.08.2012

12:42 Uhr

Helmut Schmidt plaudert über seine Neue

„Meine Freundin Frau Loah“

Bei „Menschen bei Maischberger“ verriet Altkanzler Helmut Schmidt etwas mehr über seine neue Lebensgefährtin Ruth Loah. Sie wohnen nicht zusammen, reisen bald zum Nordkap. Fast zwei Millionen Zuschauer schalteten ein.

Altkanzler Helmut Schmidt mit Moderatorin Sandra Maischberger dpa

Altkanzler Helmut Schmidt mit Moderatorin Sandra Maischberger

HamburgEs ist für Fernsehmoderatorin Sandra Maischberger nicht leicht, Altkanzler Helmut Schmidt Details über seine neue Beziehung zu entlocken. Nur hanseatisch-zurückhaltend beantwortet er ihre Fragen. Ob er glücklich sei, will die Journalistin wissen. „Glück ist ein sehr relativer Begriff“, sagt der 93-Jährige knapp. Warum wohnen sie nicht zusammen? „Es würde die Dinge komplizieren.“ Schmidt schweigt, zündet sich eine Zigarette an und sagt nur trocken: „Nächste Frage.“

Vergangene Woche sorgte Schmidt mit der Nachricht, dass er mit seiner langjährigen Mitarbeiterin Ruth Loah zusammen ist, für großen Wirbel. In der ARD-Talksendung „Menschen bei Maischberger“ erzählte er am Dienstagabend ein bisschen mehr über seine neue Liebe. 1,97 Millionen Zuschauer saßen vor den Bildschirmen. Das war ein Marktanteil von 12,7 Prozent, die Sendung lag damit genau im ARD-Durchschnitt.

Nach dem Tod seiner Frau Loki 2010 sei die Beziehung zu seiner neuen Lebensgefährtin Ruth Loah eine „selbstverständliche Entwicklung“ gewesen, berichtet Schmidt. Schon viele Jahre sei sie seine Vertraute gewesen. „Wir waren aneinander gewöhnt seit Jahrzehnten“, sagt der SPD-Politiker und lächelt.

Seine Lebensgefährtin bezeichnet er in der Sendung als „meine Freundin Frau Loah“. Das große Interesse der Öffentlichkeit an der Beziehung habe ihn nicht überrascht, betont der Kettenraucher.

Die 78-jährige Loah sieht Loki Schmidt, mit der der Altkanzler fast sieben Jahrzehnte verheiratet war, ähnlich. Der in Hamburg lebende Politiker war zwischen 1974 und 1982 Bundeskanzler. Dabei erlangte er Ansehen als umsichtiger Krisenmanager, sein Wort hat bis heute Gewicht.

Kommentare (6)

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Knackwurst

08.08.2012, 13:05 Uhr

Der alte Knacker überschätzt sich selbst in einer Weise, die extrem verhaltensauffällig ist. Er ist für die ganze Scheiße mitverantwortlich. Besser wäre, es würde sein Gesülze unterdrücken. Ich empfinde noch nicht mal Mitleid mit diesem alten Mann. Grandios überschätzt von der Öffentlichkeit!

Alphawoelfchen

08.08.2012, 14:27 Uhr

Beitrag von der Redaktion gelöscht. Bitte bleiben Sie sachlich.

Reinhard

08.08.2012, 15:27 Uhr

Für mich ist es immer wieder interessant und lehrreich Helmut Schmidt zu zuhören, insbesondere wenn er von der eloquenten aber immer respektvollen Sandra Maischberger interviewt wird. Ich pflichte Helmut Schmidt bei, dass Deutschland nicht Europas Führungsmacht sein kann. Zu schnell kommen alte Kriegsressentiments auf auch wenn sie z.T. nur zielgerichtet instrumentalisiert werden. Das mit dieser realistischen Annahme aber direkt eine Absage an die Vereinigten Staaten verbunden ist, wird erst auf den zweiten Blick sichtbar: Die Vereinigten Staaten von Europa benötigen als eine konstitutive Voraussetzung einen Superfinanzminister der mit Eingriffsrechten in die nationalen Haushalte ausgestattet sein muss. Nur so lässt sich eine unkontrollierte Verschuldung und permanenter Vermögenstransfer in die nicht wettbewerbsfähigen Länder beschränken.
Die Logik in der EU gebietet nun, dass dieser Superfinanzminister aus einem großen Gläubigerland (oder man macht den Bock zum Gärtner) kommen muss, Deutschland diese Rolle aber aus obig erwähnten Gründen eben gar nicht spielen kann. Man kann diese Probleme inkl. des Ausspielens nationalstaatlicher Ressentiments schon seit einiger Zeit in der EZB-Diskussion um den Ankauf von maroden Staatsanleihen beobachten, nur dass ein Superfinanzminister noch viel direkter der Kritik ausgesetzt sein würde. Man möge sich das Medienecho vorstellen wenn auf Grund des Superfinanzministers Vetos im nationalstaatlichen Haushalt eines schon gebeutelten Landes das Arbeitslosengeld gekürzt würde.
Dies genau ist ein wichtiger Grund warum die „Vereinigten Staaten von Europa“ Trugbilder (oder sollte ich sagen: eine Vision im Sinne von Helmut Schmidt) sind. Diesen Euro-Webfehler hätte man mit strategischem Weitblick schon zur Gründung der Eurozone oder vor vielen Jahren erkennen können, leider wollen aber „große Europäer“ an den Trugbildvisionen festhalten und Deutschland / Europa wird nun mit besten Absichten an den Abgrund geführt.

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