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20.11.2013

12:41 Uhr

Herren-Freizeitmode

Ton in Ton durch den Herbst

VonMarie Mertens

Herren-Freizeitkleidung wird immer diverser: von Bomberjacke bis Blazer, vom Schottenmuster bis Military-Look – Hauptsache es wirkt nicht bemüht und der eigene Geschmack bleibt sichtbar. Die „Must-haves“ und „No-Gos“ des Herbst.

DüsseldorfSmart, lässig, bloß nicht spießig: Die Freizeitmode gibt sich diesen Herbst anspruchsvoll. Im Trend liegen monochrome Outfits, die in einer Farbfamilie gehalten sind. 

Die Grenzen zwischen Casual- und Formalwear verschmelzen immer stärker. Der Trend zeichnet sich bereits seit einiger Zeit ab und hat sich nun endgültig durchgesetzt. „Stil- und Materialmixe sind diesen Herbst stark vertreten und bieten reichlich Potenzial”, weiß Tristan Bolwin, Mitglied der Geschäftsleitung der Modemarke Cinque Men.

Das Motto in diesem Herbst lautet: Ton in Ton kombinieren. Mit einfarbigen Outfits, sei es Beige zu Beige oder Grau zu Grau, liegt man laut dem Experten voll im Trend. Farbigkeit bleibt dementsprechend wichtig. Angesagt sind vor allem Herbsttöne wie Braun, Navy, Schwarz und verschiedene Beerentöne.

Mix & Match ist ein weiteres Thema in den Kollektionen. Kombiniert wird alles, was eine neue, frische Optik erzeugt und harmoniert. So erhalten Dufflecoats aus Wolle durch Nylonbesätze ein lässiges Facelift und Wollmäntel werden mit Kapuzenfakes und Lederapplikationen versehen.

Bei den Hosen dominieren weiterhin farbige Chinos, die für diesen Herbst aus Cord gefertigt werden. Auch Karohemden sind weiter angesagt. Im Bereich Jeans stimmen dunkle Denimtöne auf ruhigere Zeiten ein. Strickteile geben sich diese Saison mit Pullovern und Cardigans mit V-Ausschnitten ebenfalls zurückhaltend. Die größte Innovation der vergangenen Jahre ist die Verarbeitung von Leder. Ob Jacken, Hosen oder Mäntel, die Tierhaut ist eins der Trendmaterialen der aktuellen Saison und zeigt sich hauptsächlich klassisch in Schwarz.

Ein Freizeitlook, der unabhängig von Trends und Jahreszeit funktioniert, ist laut Experten ein weißes oder hellblaues Hemd, bevorzugt mit Längsstreifen, in Kombination mit einer dunklen Chino, einem Pullover mit V-Ausschnitt und bequemen Loafers. Wem Oberteile mit Kragen zu elegant sind, der kann alternativ zu einem klassischen Poloshirt greifen. Feine Baumwollqualitäten, Twill, Popeline und weiche Wolle sind ideale Stoffe für ein legeres Freizeitoutfit im Herbst. Wer sich Muster zutraut, liegt diese Saison mit klassischem Fischgrat im Trend.

Zu den aktuellen Must-haves der Herrenmode gehören laut Serdar Karakas, Mitglied des Designteams der Modemarke Sarar, Bomberjacken, lange Blazer, Schottenmuster, Kleidung im Militarystil, Lammfellmäntel und florale Muster. No-Gos sind hingegen schlecht sitzende Bundfaltenhosen, Gürtel mit Markenlogos, Rollkragenpullover und Jogginghosen. „Jogginghosen sind zu Hause okay, aber bitte nicht außerhalb tragen”, sagt Karakas.

Das Freizeitoutfit sollte man laut den Modemachern nicht von der Position abhängig machen, die man(n) bekleidet. „Wir glauben, dass das Freizeitoutfit eines Bankers sich immer mehr dem eines Kreativen annähert”, sagt Bolwin. Understatement sei in beiden Fällen oberstes Gebot. Der Look soll unkompliziert wirken, aber dennoch den eigenen Stil zum Ausdruck bringen. „Wenn man modebewusst ist, ist es gleichgültig, ob man Businessmann oder Kreativer ist. Es hängt viel mehr vom persönlichen Geschmack ab, ob man klassische oder moderne Designs bevorzugt“, ergänzt Karakas.

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