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01.07.2011

10:06 Uhr

Heute wäre Lady Di 50 Jahre geworden

Wie Diana die britische Monarchie veränderte

Von der zurückhaltenden Kindergärtnerin entwickelte sich "Lady Di" schnell zur glamourösesten Prinzessin, die das britische Königreich je sah. Und noch heute ist die Popularität von Diana ungebrochen.

BerlinFast 14 Jahre ist es her, dass Diana Spencer ums Leben kam und noch immer ranken sich um ihren Tod zahlreiche Verschwörungstheorien. Erst jüngst sorgte ein Dokumentarfilm des Briten Keith Allen bei den Filmfestspielen in Cannes für Wirbel. „Unlawful Killing“ greift erneut Spekulationen um den tödlichen Unfall Dianas und ihres damaligen Geliebten Dodi Al Fayed auf. Doch auch sonst ist Diana präsent: So steckte ihr Verlobungsring am Finger von Kate Middleton, bis diese Dianas Sohn William heiratete. Am 1. Juli wäre Diana, die als 20-Jährige den britischen Thronfolger Charles geheiratet hatte, 50 Jahre alt geworden.

Nach ihrer Heirat mit dem fast 13 Jahre älteren Charles am 29. Juli 1981 wurde „Lady Di“ schnell von der schüchternen Kindergärtnerin zur glamourösen Repräsentantin des Königsreichs und später - nach der Trennung von Charles - zu einer „Königin der Herzen“. Das wollte sie zumindest sein, wie sie selbst einmal in einem Interview 1995 sagte.

In diesem Interview, das drei Jahre nach der Trennung von Charles und ein Jahr nach dem Bekanntwerden seiner Affäre mit Camilla Parker-Bowles geführt wurde, beschrieb Diana auch, wie zerrüttet ihre Ehe mit Charles tatsächlich war. Über seine Affäre mit Camilla habe sie von Anfang an, seit 1986, Bescheid gewusst. Sie bekannte sich zu Selbstmordversuchen und Bulimie ebenso wie zu ihrer Affäre mit dem Rittmeister James Hewitt.

Dianas Leben in zwölf Daten

Das Leben der Diana in zwölf Daten

Lady Diana Frances Spencer wird als Tochter von Edward John Earl of Spencer und dessen erster Frau Frances Roche geboren.

1979 bis 1981

Diana arbeitet als Kindergärtnerin in London.

24. Februar 1981

Die Verlobung der damals 19-Jährigen mit dem 32-jährigen Thronfolger Prinz Charles wird offiziell bekannt gegeben.

29. Juli

Das Paar heiratet vor den Augen von rund 750 Millionen Fernsehzuschauern in der St. Paul's Cathedral in London.

21. Juni 1982

Diana bringt ihren ersten Sohn Prinz William zur Welt.

15. September 1984

Prinz Harry wird geboren.

15. Juni 1992

Nach längeren Spekulationen über Eheprobleme von Charles und Diana erscheint die Biografie „Diana: Her True Story“ von Autor Andrew Morton, der darin unter anderem über die außereheliche Beziehung von Charles mit Camilla Parker Bowles schreibt.

9. Dezember 1992

Premierminister John Major verkündet vor dem Unterhaus, dass Prinz Charles und Diana sich getrennt haben.

28. August 1996

Nach einer medialen Schlacht, die in einem Fernsehinterview von Diana gipfelte, in dem sie Ende 1995 ihre Verzweiflung in der Ehe schilderte und zugleich Ehebruch und Essstörungen einräumte, werden Charles und Diana nach Drängen der Queen rechtskräftig geschieden.

1996 und 1997

Diana widmet sich verstärkt ihrem Engagement für Aids-Kranke und Opfer von Landminen.

31. August 1997

Diana stirbt bei einem Autounfall in Paris. Auch ihr Freund Dodi Al Fayed und der unter Alkoholeinfluss stehende Fahrer Henri Paul kommen ums Leben. Dianas Leibwächter Trevor Rees-Jones überlebt schwer verletzt.

6. September 1997

Die Trauerfeier für Diana findet unter riesiger Anteilnahme in der Westminster Abbey in London statt. Der Popsänger Elton John singt sein Lied „Candle in the Wind“ in einer für seine Freundin umgetexteten Version. Im engsten Kreis findet Diana auf dem Familiensitz der Spencers, Althorp House, nordwestlich von London ihre letzte Ruhe.

Im August 1996 wurden Charles und Diana offiziell geschieden. Das große öffentliche Interesse an ihrer Person ließ aber auch danach nicht nach. Im Sommer 1997 gingen Bilder um die Welt, die die Princess of Wales - diesen Titel durfte sie auch nach der Scheidung behalten - zusammen mit Dodi Al Fayed, dem Sohn des ägyptischen Multimillionärs Mohammed Al Fayed, zeigten. Eine Provokation für das britische Establishment, mit dem sich Dodis Vater überworfen hatte.

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