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22.05.2017

13:27 Uhr

Jeden Sommer wieder

Diskussion um Hotpants in der Schule

Ein christliches Berufskolleg hat die inzwischen allsommerliche Diskussion angefacht, wie viel oder wenig Haut Schülerinnen zeigen sollte. Die erzbischöfliche Schule verweist beim Hotpants-Verbot auf formale Gründe.

An Schulen wird immer wieder um Hotpants diskutiert, auch diesen Sommer geht die Debatte wieder los. dpa

Umstrittenes Kleidungsstück

An Schulen wird immer wieder um Hotpants diskutiert, auch diesen Sommer geht die Debatte wieder los.

NeussHotpants und bauchfrei unerwünscht: Das Erzbischöfliche Berufskolleg in Neuss hat seine Schülerinnen aufgerufen, sich im Sommer nicht zu freizügig zu kleiden. Auf einer digitalen Anzeigetafel der Schule waren rot durchgestrichene Fotos von Mädchen in bauchfreien Tops oder knappen Hotpants zu sehen, wie Schulabteilungsleiter Matthias Holländer am Freitag bestätigte. Zuvor hatten mehrere Medien berichtet.

Hintergrund des Aufrufs sei der wirtschaftliche Schwerpunkt der Mädchenschule, sagte Holländer. „Wir wollen die Schülerinnen nicht nur fachlich, sondern auch formal auf Berufe in dieser Branche vorbereiten.“ Neu sei der Hinweis für die 170 Schülerinnen des Berufskollegs nicht gewesen, wohl aber der Aushang. Bisher habe man an den ersten heißen Sommertagen jedes Jahres während der Unterrichtsstunden das Gespräch gesucht. „Wenn Schülerinnen der Empfehlung nicht nachkommen möchten, haben sie aber keine Sanktionen zu befürchten“, betonte Holländer.

Rechtliche Vorgaben, welche Kleidung Schüler in Nordrhein-Westfalen zu tragen haben, gebe es nicht, erklärte eine Sprecherin des NRW-Schulministeriums. Allerdings könnten die Schulen vor Ort frei über bestimmte Vorgaben entscheiden.

Von

dpa

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