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12.10.2013

09:05 Uhr

Jürgens Weinlese

Der Traum vom eigenen Weingut

VonJürgen Röder

Wollten Sie schon immer ihre eigenen Reben besitzen? Oder zumindest erleben, wie Wein gemacht wird und einem Weingut helfen? Für Weinliebhaber gibt es viele verschiedene Angebote – und Investitionsmöglichkeiten.

Weinliebhaber Jürgen Röder.

Weinliebhaber Jürgen Röder.

Sie müssen nicht unbedingt ein Weingut kaufen, um stolzer Besitzer von Rebstöcken zu werden. Viele Weingüter bieten für solche Weinenthusiasten verschiedene Modelle und Ideen an. Einige nennen es Rebstock-Patenschaft oder -Pacht. Die Idee dahinter: Die Pächter sollen sich nicht zu sehr in den Prozess des Weinmachens  einmischen. Was in den meisten Fällen meiner Meinung nach auch besser ist. Oft können Weinliebhaber jedoch gerne mitarbeiten oder die „eigenen“ Rebstöcke besuchen.

Rebstöcke auf zwei verschiedenen Anbaugebieten hat Balthasar Ress, ein renommierter Betrieb im Rheingau, im Angebot. Denn Ress hat ein Weinbauprojekt auf Sylt ins Leben gerufen. Die Trauben dort werden aber nach der Lese in den Rheingau gebracht und dort vinifiziert. Allerdings ist aktuell keine Patenschaft für die Reben im hohen Norden mehr möglich, alle Rebstöcke auf Sylt sind vergeben.

Auch die Winzergenossenschaft Haltingen bei Weil am Rhein, direkt an der Schweizer Grenze im südwestlichsten Eck Deutschlands, hat Partnerschaften von Rebstöcken im Angebot. Neben dem weißen Gutedel haben sich die Winzer dort der alten, fast ausgestorbenen Sorte Roter Gutedel angenommen.

Auch Slow Wine Deutschland, der deutschsprachige Ableger einer „weltweiten Vereinigung von bewussten Genießern und mündigen Konsumenten, die es sich zur Aufgabe gemacht haben, die Kultur des Essens und Trinkens zu pflegen und lebendig zu halten“, bietet zwei Winzerfreunden Patenschaften an.  „Mit einer Rebstock-Patenschaft tragen Sie unmittelbar zum Erhalt einer alten Kulturlandschaft - den Steillagen an der Mosel - bei“, verspricht Slow Wine.  Denn viele dieser Steillagen seien unter betriebswirtschaftlichen Gesichtspunkten nicht mehr rentabel zu betreiben. Jedes Jahr werden die Rebstock-Paten über Ernte und Ertrag unterrichtet, hinzu kommen Besuchsprotokolle. Die Patenschaft für ein Los (= fünf Rebstöcke) kostet jeweils 65 Euro jährlich.

Kommentare (1)

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Querbanker

12.10.2013, 11:49 Uhr

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