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22.02.2013

16:47 Uhr

Jürgens Weinlese

Die Wahl des richtigen Weines

VonJürgen Röder

Wie wählen Sie eine Flasche Wein im Restaurant aus? Handelsblatt-Online Weinliebhaber Jürgen Röder liest die Weinkarte seit einiger Zeit aus einem anderen Blickwinkel - weniger Sicherheit, dafür mehr Entdeckergeist.

Weinliebhaber Jürgen Röder.

Weinliebhaber Jürgen Röder.

DüsseldorfZu einem guten Essen im Restaurant trinke ich gerne einen guten Wein – Sie doch bestimmt auch, oder? Aber wie wählen Sie die Flasche Wein aus der Weinkarte im Restaurant aus? Bestimmt genauso, wie ich es jahrelang gemacht habe. Doch es geht auch anders.

Ich meine nicht, den passenden Wein zum passenden Essen auszusuchen. Das geht ohnehin nur in wenigen Fällen. Wir gehen meistens zu viert essen und bestellen alle unterschiedliche Gerichte – von Fisch, Nudeln in Sahnesauce über Hähnchen bis hin zum Lamm beispielsweise. Der Versuch, nur einen Wein zu finden, der zu jedem gewählten Essen passt, ist dabei ein sinnloses Unterfangen - das klappt nicht. Entweder ist dann das Essen für den Wein zu kräftig oder umgekehrt.

Bislang habe ich mit dem Blick in Weinkarte immer ein Stück Sicherheit gesucht. Auf die Weinregionen geschaut, die ich kenne; und wenn mir sogar die Rebsorte bekannt war oder gar der Name des Weinguts, dann die Flasche bestellt. Mit dem Ergebnis: Ich lag nie daneben, habe aber immer nur „Standardweine“ getrunken und nichts Neues entdeckt.

Das ist nicht abfällig gemeint, jedoch kommen meist immer die gleichen Weine zum Zug. Im italienischen Restaurant bestellte ich dann meist immer einen Barbara aus Piemont, ein Nero d‘Avola aus Sizilien oder einen Chianti aus der Toskana. Diese Weine sind das Pflichtprogramm für einen italienischen Restaurantbesitzer auf seiner Weinkarte.

Kommentare (3)

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Account gelöscht!

22.02.2013, 20:08 Uhr

Ich war beim Lidl auf Entdeckungstour, und habe einen chilenischen Rotwein zu 1,99 € ergattert, der vorzüglich zu Ravioli, Pizza, Döner und McChicken passt.

Man kann eben aus allem eine Wissenschaft machen.

InVinoVeritas

22.02.2013, 22:04 Uhr

Es gibt Leute, die trinken sogar zum Matjeshering Wein!

svebes

23.02.2013, 17:45 Uhr

@VMC, wenn man denn bedenkt, dass die Flasche, der Korken, die Arbeit schon Geld kosten und der Produzent und Händler noch Geld verdienen müsse - dann, zum Wohl ;-) Gute Arbeit, gutes Geld und schon liegt man seltenst daneben.

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