Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

24.08.2013

13:41 Uhr

Jürgens Weinlese

Je leerer die Flasche…

VonJürgen Röder

Sauvignon Blanc fristet in Deutschland ein Nischendasein. Wegen der Qualität? Handelsblatt Online Weinliebhaber Jürgen Röder hat die Probe aufs Exempel gemacht und mit Freunden acht passende Weine verkostet.

Weinliebhaber Jürgen Röder.

Weinliebhaber Jürgen Röder.

Sauvignon Blanc ist eine „Weltrebe“, da sie überall auf der Welt angebaut wird. Manche nennen sie gar Edelrebe, weil sie in bestimmten Regionen eine überragende Bedeutung hat. Mit seinem prägnanten Aroma, der kräftigen Säure und seiner Frische ist das für mich ein sehr trendiger Wein. Auch weil er einfach zu trinken ist; in der Marketing-Fachsprache heißt das „easy drinking“. Sauvignon Blancs aus Neuseeland sind für mich einzigartig;, in anderen Ländern wie Frankreich, der italienischen Region Friaul, Slowenien,  Chile und auch Südafrika spielt diese Traube ebenfalls eine große Rolle.

Nur in Deutschland fristet diese Weißweinsorte ein Nischendasein. Gerade mal 650 Hektar werden angepflanzt – nur ein Prozent der gesamten Rebfläche für weiße Sorten. Zum Vergleich: Riesling als deutsche Weißweinsorte Nummer eins wächst und gedeiht auf einer Fläche von mehr als 22.000 Hektar. Aber sind deutsche Sauvignon Blancs deswegen schlechter als die aus anderen Ländern?

Um die Frage zu beantworten, hatte ich meine Weinfreunde zu einer Probe eingeladen. Allesamt keine professionellen Weinexperten; wir sind insgesamt acht Weinliebhaber. Mehr als vier Stunden lang haben wir acht Flaschen Sauvignon Blanc von deutschen Weingütern verkostet, viel über Genuss philosophiert – zwischendurch gegessen - und ausgiebig über die Qualität der einzelnen Weine diskutiert.  

Zur Auswahl standen Flaschen von folgenden Weingütern:  Villa Welter (Rheinhessen), Daniel (Rheingau), Gallé (Rheinhessen), Knewitz (Rheinhessen), Steitz (Rheinhessen), Knipser (Pfalz), Bassermann Jordan (Pfalz) und  Winzergenossenschaft Auggener Schäf (Baden). Die Preise der Weine reichte von 7,90 Euro bis elf Euro. Nur der Fünf-Euro-Wein der Winzergenossenschaft Auggener Schäf fiel etwas aus dem Rahmen. Jeder musste die Weine anschließend in einer Reihenfolge von Note eins für den besten bis zur Note acht für den seiner Meinung nach schwächsten Wein bewerten.

Kommentare (4)

Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.  Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.

Hannes

24.08.2013, 14:07 Uhr

Zitat aus dem Beitrag: „Je leerer die Flasche, umso besser der Wein“

Böse Zungen behaupten hingegen:

Je leerer die eine Flasche, desto voller die andere!

Account gelöscht!

24.08.2013, 14:41 Uhr

Man muss nun auch nicht unbedingt diese Traube probiert haben, eine redliche deutsche reicht auch.
Sauvignon schmeckt idR dort ganz ordentlich, wo er sinnvollerweise angebaut wird; und das ist bestimmt nicht hier bei uns. Ausserdem liegt die Kunst im AUSbau, bzw sie lag darin, solange noch konventionell ausgebaut wurde.
Prost.

bdt

24.08.2013, 17:54 Uhr

Meine Verkostungsnotizen zum 2012er SB von Daniel: Alkoholisch, stoffig, reife exotische Noten, wenig SB typisch, schmelzig. Altersnoten. Hat mit Rheingau nichts zu tun.82 Punkte. Ich kenne den aktuellen Knipser SB nicht, Allerdings hatte ich von meiner Erinnerung einen mit weitem Abstand besseren SB bei Knipser in Erinerung

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×