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09.03.2013

15:07 Uhr

Jürgens Weinlese

„Preis ist nicht immer das Kriterium“

VonJürgen Röder

Immer mehr Weine werden online verkauft und verdrängen zunehmend die Katalogware. Warum der Online-Handel gedeiht und wie Unternehmer davon profitieren können, verraten die Geschäftsführer von Wine in Black im Interview.

Weinliebhaber Jürgen Röder.

Weinliebhaber Jürgen Röder.

DüsseldorfDer E-Commerce verändert auch die Weinwelt. Laut einer Studie des Beratungsunternehmens Macrom Wine Consult konnte innerhalb von 10 Jahren der Online-Bestellweg seinen Marktanteil gegenüber dem Katalog von sieben Prozent auf knapp 70 Prozent steigern. Mehr als 1000 Online-Shops gibt es. (Mehr zum Thema)

Mittlerweile haben auch Handelsriesen wie Metro und Lidl eigene Wein-Online-Shops – mit Preisen im Niedrigsegment oder mit „Super-Sonderangeboten“. Doch beim Weinverkauf online geht es nicht ausschließlich immer um den niedrigsten Preis. Wie das Beispiel Wine in Black zeigt, ein Startup mit rasantem Wachstum. Mit deren Geschäftsführern Stephan Linden und Christian Hoya konnte ich kürzlich sprechen.

Handelsblatt Online: Wie entwickelt sich der Online-Handel im Segment Wein?

Linden: Die Zeichen stehen auf Wachstum – angesichts einer größer werdenden Zahlungsbereitschaft im Internet. Wir haben zwölf Monate nach der Gründung bereits 200.000 Mitglieder, die Zahl wächst um rund 10.000 im Monat. Aktuell haben wir gerade unsere zweite größere Finanzierungsrunde abgeschlossen. Der russische Investmentfonds des Venture-Capital-Unternehmens  Bright Capital unterstützt uns mit mehreren Millionen Euro. Mit dem Geld werden wir unser Geschäft weiter  internationalisieren.

Kaufen Sie ihre Weine direkt beim Winzer oder über Großhändler?

Hoya: Rund zwei Drittel unserer Weine direkt beim Weingut, den Rest über Importeure. Den Versand wickeln wir über einen Logistikpartner ab, dadurch können innerhalb weniger Tage liefern.

Suchen Sie selbst die Weine für Ihr Angebot aus?

Linden: Nein, wir beide haben Betriebswirtschaft studiert. Für die Auswahl haben wir uns ein Team von professionellen Weinexperten aufgebaut. Wir stehen auch im Austausch mit unseren Kunden, die uns Weine empfehlen. Jeden Freitag ist Weinprobe im gesamten Team, dadurch gibt sich ein profundes Urteil, ob wir den Wein nehmen. Schließlich muss man die Weine auch über eine passende Geschichte des Winzers verkaufen.

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