Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

24.11.2013

09:41 Uhr

Jürgens Weinlese

Verloren vor dem Weinregal

VonJürgen Röder

Kennen Sie die Situation? Sie stehen vor einem Weinregal im Supermarkt und sind bei der Auswahl überfordert? Drei Startups versprechen Abhilfe. Und geben Weinempfehlungen auf völlig unterschiedliche Weise.

Kunde vor einem Weinregal im Supermarkt: Angesichts des riesigen Sortiments fällt die Entscheidung schwer. Auf neuen Websites erhalten Weinliebhaber Empfehlungen für ihren Geschmack. Getty Images

Kunde vor einem Weinregal im Supermarkt: Angesichts des riesigen Sortiments fällt die Entscheidung schwer. Auf neuen Websites erhalten Weinliebhaber Empfehlungen für ihren Geschmack.

Wie wählen Sie Ihren Wein bei einer Online-Bestellung aus? Bestellen Sie anfänglich Probierpakete, um anschließend Ihre Lieblingsweine nachzubestellen? Oder kaufen Sie nur bekannte Tropfen? Wie wichtig sind für Sie Beschreibungen des Inhalts? Und vertrauen Sie Wein-Empfehlungen?

Wenn ich mit Arbeitskollegen oder Freunden über Weine rede, habe ich den Eindruck, dass Empfehlungen eine wichtige Rolle spielen. „Wenn ich im Supermarkt vor dem Weinregal stehe, weiß ich nie, welcher Wein wie schmeckt und welcher der richtige für meinen Geschmack ist“, hat mir kürzlich ein Arbeitskollege gesagt. Solche Sätze sind angesichts eines riesigen Angebots eher die Regel als die Ausnahme. Dementsprechend rücken Wein-Empfehlungen gerade bei Online-Händlern in den Vordergrund. Drei Startups lösen dieses Thema auf völlig unterschiedliche und für mich auf interessante Weise. Vereinfacht gesagt: Bei dem einen entscheidet der Computer, im anderen Fall der Sommelier und beim dritten Unternehmen sind sowohl Computer als auch Sommelier dabei.

Für die Auswahl per Computer steht Navinum aus Hamburg, gegründet von Jan Bechler, Tim Nedden und Bjoern Slut. Die drei haben keine Winzerhistorie und verfügen auch über kein echtes Weinwissen. Sie sind aber Onliner und überzeugt vom E-Commerce-Handel. Wer auf der Website Navinum.de sofort nach Listen von Wein-Angeboten sucht, wird enttäuscht sein. Nach der Anmeldung müssen Weinliebhaber erste einige Fragen zu ihrem persönlichen Weingeschmack  beantworten, bevor ihnen anschließend personalisierte  Weinempfehlungen gegeben werden.

„Unser Credo lautet: Nie mehr den falschen Wein auswählen“, erläutert Jan Bechler. Nach seiner Meinung stehen fast 90 Prozent der Weinliebhaber vor dem Problem, den richtigen Wein auszuwählen. Neben dem unterschiedlichen Geschmack komme schließlich noch der jeweilige Anlass hinzu. Für ein Festessen müsse halt ein anderer Wein gefunden werden als für ein einfaches Nudelgericht. Den Algorithmus für die Auswahl der richtigen Weine haben die Gründer aus verschiedenen Quellen und mit Hilfe von Sommeliers und Weinexperten entwickelt. Navinum hat kein eigenes Lager, sondern arbeitet mit den Großen der Branche zusammen – wie Hawesko, Ebrosia und Rindchen’s Weinkontor.

Genau wie ich, fragen Sie sich jetzt bestimmt auch, was passiert, wenn Sie sich passende Weine von verschiedenen Anbietern aussuchen? Bechler meint dazu: „Das werde aufgrund des großen Angebots der jeweiligen Weinhändler weitestgehend vermieden.“ Die Zahl der Anbieter, für die Navinum ein weiterer Vertriebskanal ist, soll auf jeden Fall weiter steigen. „Wir planen das größte Weinsortiment in Deutschland“.

Kommentare (5)

Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.  Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.

karllakus

25.11.2013, 10:37 Uhr

Beitrag von der Redaktion gelöscht. Bitte achten Sie auf unsere Netiquette: „Kommentare sind keine Werbeflächen“ http://www.handelsblatt.com/netiquette

Observator

25.11.2013, 10:43 Uhr

Was ist denn das für ein (sorry) Blabla?

Ist das die neueste Erkenntnis, dass zu einem Festessen wohl eher ein anderer Wein passt, als zu einer einfachen Nudelspeise?

Und außerdem: Geschmack ist etwas ganz Individuelles. Niemand kann deshalb einer anderen Person sagen, welcher Wein dieser Person schmeckt. Was für die eine Person, süß ist, empfindet eine andere Person schon sauer u. genau so unterschiedlich ist auch das Empfinden mit anderen Geschmackskomponenten u. mit dem Empfinden von Düften ist es ebenso, die ebenfalls stark den das Gesamtgeschmacksempfinden eines Weines mitbestimmen. Deshalb ist das Thema "Weinempfehlung" auch so schwierig. Jeder kann nur selber bestimmen, welcher Wein ihm schmeckt und das geht ausschließlich nur über´s selber (aus)probieren, alles andere ist Unsinn oder reines Geschäft, was auch auf die in dem im Artikel beschriebenen Konzepte zutrifft.


alex

25.11.2013, 14:14 Uhr

Die meisten Weine werden nach einer Empfehlung gekauft.
[...]
Beitrag von der Redaktion editiert. Bitte achten Sie auf unsere Netiquette: „Kommentare sind keine Werbeflächen“ http://www.handelsblatt.com/netiquette

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×