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12.11.2015

17:06 Uhr

Jugend und Sex

Warten auf den Richtigen statt Generation Porno

Technisch wissen Jugendliche bestens Bescheid, ihre Einstellung zum Sex ist aber eher konservativ, wie eine neue Studie zeigt. Verhütung ist meist kein Problem, dafür sehen Experten andere Schwierigkeiten.

Obwohl die meisten Jugendlichen im Internet über Sex informieren, spielen die Eltern laut der Studie der BZgA bei der Aufklärung immer noch eine große Rolle. dpa

Verschiedene Informationsquellen

Obwohl die meisten Jugendlichen im Internet über Sex informieren, spielen die Eltern laut der Studie der BZgA bei der Aufklärung immer noch eine große Rolle.

BerlinWie halten es Jugendliche in Deutschland mit dem Sex? Eine neue Studie gibt Aufschluss – früher Sex ist demnach die Ausnahme. Gleichgeschlechtliches Knutschen ist hingegen laut Experten kein Tabu.

Warum warten Jugendliche mit dem erstes Mal?
Die Studie der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA), zu der am Donnerstag erste Ergebnisse präsentiert wurden, nennt unabhängig vom Geschlecht und von der Herkunft als wichtiges Motiv: Oft fehle der richtige Partner. Bei Frauen mit ausländischen Wurzeln spielen auch Moralvorstellungen und Angst vor den Eltern eine Rolle. Wenn Jugendliche Sex haben, dann zunehmend mit einem festen Partner - das gilt für Jungen wie für Mädchen, für Deutschstämmige ebenso wie für Jugendliche mit ausländischen Wurzeln.

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Woher kommt das Bedürfnis nach Sicherheit?
Beziehungen sind heute oft unverbindlich, sexuelle Identitäten wandelbar, und auch die Ehe ist nicht mehr nur Mann und Frau vorbehalten - für den Hamburger Trendforscher Peter Wippermann liegt der Schluss nahe: „Alles was verschwindet, gewinnt an Wert.“ Die romantischen, konservativen Vorstellungen der Jugend sieht er daher auch als „Trotzkultur“ oder Gegenbewegung. Das Problem: Am Ende hielten auch diese Beziehungen nicht.

Wie verhüten Jugendliche?
Der Schutz nicht nur vor einer Schwangerschaft, sondern auch vor HIV und Geschlechtskrankheiten ist ihnen wichtig: Das Kondom ist bei beiden Geschlechtern zwischen 14 und 25 Jahren das am häufigsten verwendete Verhütungsmittel, vor der Pille. Im Vergleich zu früher beschreiben die BZgA-Fachleute die heutigen Jugendlichen als gewissenhafter. Die Präventionsansätze in Deutschland funktionierten, sagt die Geschäftsführerin der Berliner Aids-Hilfe, Ute Hiller. Das sei aber kein Grund zum Nachlassen: „Wissen vererbt sich nicht.“

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