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03.12.2014

13:59 Uhr

Karl Lagergeld in Salzburg

Alpenfolklore schlägt jedes Abendkleid

Wer weiß schon, dass es Federschmuckmacher gibt? Chanel führt in einer besonderen Schau in Salzburg die Künste der „kleinen Hände“ vor. Ungewohnt erlesen trat der von Karl Lagerfeld entworfene moderne Trachtenlook auf.

SalzburgÜppig mit Delikatessen gefüllte Etageren aus Silber, dunkelrote Samtstühle, zierliche Holztische, fein bemaltes Porzellan und Kerzen überall. Eigentlich wären die Räume des Rokoko-Schlosses Leopoldskron alleine schon prachtvoll genug, doch die Dekoration für die Chanel-Modenschau „Métiers d'Art“ in Salzburg verlieh ihnen am Dienstag noch mehr Eleganz.

Ungewohnt erlesen trat dann auch der von Karl Lagerfeld entworfene moderne Trachtenlook auf. Die lodengrünen Capejacken mit aufwändigen Paspeln, die grauen Strickjoppen mit Borte, die schimmernden Federkielmotive, die folkloristisch bestickten Kleider, ja selbst die dicken Wollstrümpfe wirkten kostbarer als die meisten Abendroben. Passende weiche Alpenhüte rundeten sich in einem perfekten Schwung und waren mit kühnen Federn geschmückt.

Die „Métiers d'Art“-Präsentation ist keine „gewöhnliche“ Schau: Zwar werden auch hier wie bei den etwa zeitgleichen „Prefall“-Präsentationen anderer Häuser Entwürfe für den kommenden Spätsommer gezeigt. Auch handelt es sich um keine Haute Couture in Einzelanfertigung, sondern „Ready-To-Wear“-Entwürfe für die Boutiquen. Doch soll dabei die Expertise der dem Modehaus angegliederten Ateliers im Vordergrund stehen.

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Das Folkwang-Museum in Essen eröffnet am Wochenende die große Lagerfeld-Ausstellung „Parallele Gegensätze“. Momentaufnahmen aus dem Leben eines Multitalents, das einfach nicht aus der Mode kommt.

Dafür scheut man keine Mühe. Die Räume von Schloss Leopoldskron wurden ausgeräumt und wie ein Salon Privé neu eingerichtet. Rund 500 Gäste, darunter die Schauspielerin Geraldine Chaplin, aus aller Welt reisten für die Schau an.

Die Hüte zum Beispiel stammen von dem Pariser Hutmacher Maison Michel. Einen derartigen Kopfschmuck mit der Hand zu formen, gilt als Kunst für sich. Das Haus übt diese seit Jahrzehnten aus. Für die Federn hingegen zeichnet der Federschmuckmacher Lemarié verantwortlich.

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