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23.08.2011

16:46 Uhr

„Klotzen statt Kleckern“

Sommer-Schuhe kommen auf dicken Sohlen

Schuhsohlen sollen im nächsten Mode-Sommer dick wie Briketts werden. Und auch die schlichten und flachen Espadrilles, manch einem aus dem Urlaub bekannt, starten ihre große Karriere.

Knallig, geschnürt, Keilabsätze - so kommt die Schuhmode im nächsten Sommer daher. dpa

Knallig, geschnürt, Keilabsätze - so kommt die Schuhmode im nächsten Sommer daher.

DüsseldorfBunte Schuhe gegen grauen Himmel. Egal, ob der nächste Sommer so trist wird wie dieser - das Schuhwerk wird jedenfalls farbenfroh. Der lange angesagte, abgenutzte Vintage-Look wird abgelöst von klaren und frischen Tönen. Quietschgelbe Zehensandalen, himmelblaue Schuhe oder korallenrote Schnürer - die Schuhmode für Frühjahr und Sommer 2012 bedient sich ausgiebig im Farbkasten. „Lieber Klotzen statt Kleckern“, beschreibt Claudia Schulz, die Modefachfrau des Deutschen Schuhinstituts, den Trend.

In diesem Sommer waren Römersandalen mit breiten Riemen oft zu sehen. Doch die Betonung der Knöchel geht zurück. Im nächsten Jahr kommt ein anderer Schuh des Südens zu neuen Ehren: die Espadrille. Allerdings nicht als schlichtes Stück aus Stoff und Sisal-Sohle. Nun verziert die Kordel-Optik Sandaletten und sportliche Ballerinas. „Selbst Herrenschuhen verleihen Espadrille-Details eine entspannte Leichtigkeit“, findet Trendexpertin Schulz nach Durchsicht vieler hundert Kollektionen. Die neuen Schuhtrends werden vom 7. September an auf der Düsseldorfer Schuhmesse GDS gezeigt.

Der Schnürschuh, der Klassiker aus der Herrenabteilung, zieht auch bei den Damen ein. Lochungen und farbig abgesetzte Lederelemente kommen auf flachen Sohlen wie auf hohen Absätzen daher und machen diesen Schuh zu einer Zierde. Auch in der Mode für den Mann wird der Budapester aufgemotzt mit verschiedenen Tönen, Handstichnähten und abgesetzten Sohlen.

Viele Schuhsohlen bleiben dick im nächsten Sommer, sie erinnern fast an Briketts. Auch Elemente wie Keilabsätze und kleine, spitze Formen sind zu sehen. Die derzeit noch häufige Farbe „Taupe“ - abgeleitet vom lateinischen Wort für den Maulwurf - werde durch frischere Töne ersetzt, meint Schuhexpertin Schulz. In diesem verregneten Sommer hätten Schuhgeschäfte weniger schwarze Schuhe verkauft, berichtet Brigitte Wischnewski, die Präsidentin des Deutschen Schuheinzelhandels. Aber der nächste Schuh-Sommer soll ja bunter werden.

Von

dpa

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