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14.11.2011

19:09 Uhr

„Koch des Jahres“ gekürt

Schelte für Top-Restaurants

Der Koch des Jahres kommt aus Nürnberg. Der Restaurantführer „Gault Millau“ ehrt mit Andree Köthe einen Pionier der Gemüseküche und kritisiert, dass man sich in vielen Toprestaurants wie im Überwachungsstaat fühle.

Die Köche Andree Köthe (r) und Yves Ollech sitzen in ihrem Restaurant „Essigbrätlein“. Der Nürnberger Köthe ist für den Restaurantführer Gault Millau der neue „Koch des Jahres“. dpa

Die Köche Andree Köthe (r) und Yves Ollech sitzen in ihrem Restaurant „Essigbrätlein“. Der Nürnberger Köthe ist für den Restaurantführer Gault Millau der neue „Koch des Jahres“.

MünchenDer „Koch des Jahres 2012“ des Restaurantführers „Gault Millau“ heißt Andree Köthe. Der 47-jährige Aroma- und Gemüsespezialist führt zusammen mit seinem Partner Yves Ollech (40) das Restaurant „Essigbrätlein“ in Nürnberg. Er bekam auf der 20-Punkte-Skala des französischen Gourmetführers wieder 18 Punkte, was den zwei Sternen entspricht, die er auch weiter in dem vor einer Woche veröffentlichten „Michelin“-Führer 2012 hält.

Für „Gault Millau“-Chefredakteur Manfred Kohnke ist Köthe „der Pionier der deutschen Gewürz- und derzeit so modischen Gemüseküche“. Er überzeugte mit ungewohnten Kreationen wie Schnittlauchsaft zu Aprikose und Reh oder Ruccola-Sauce zu Rahmeis mit Himbeeren. Köthe sagte der Nachrichtenagentur dpa, er habe die Auszeichnung eigentlich gar nicht allein verdient. Sein Erfolg sei ohne seinen Partner und Küchenchef Yves Ollech gar nicht denkbar. Der Nordhesse Köthe führt das kleine 20-Plätze-Restaurant in einem historischen Gebäude der Nürnberger Altstadt seit 1989.

In dem am Montag in München vorgestellten „Gault Millau 2012“ rückt der Berliner TV-Koch Tim Raue mit seinem asiatisch geprägten Stil in die Gruppe der „weltbesten“ Restaurants auf, von denen es zwölf in Deutschland gibt. Im neuen „Michelin“ hat Raue dagegen weiterhin nur einen Stern, wurde aber als „Hoffnungsträger“ für den zweiten bewertet. Aus der Top-Gruppe des „Gault Millau“ mit mindestens 19 Punkten muss das „Fischers Fritz“ in Berlin absteigen. Sven Elverfeld vom „Aqua“ aus Wolfsburg wird dagegen von 19 auf 19,5 aufgewertet. 20 Punkte wurden in Deutschland noch nie vergeben.

Kommentare (1)

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15.11.2011, 06:37 Uhr

Herrn Kohnke sei Dank, dass jemand mit Ansehen das ausspricht was sich die Medien nicht recht trauen. Da hat man aber mit dem was der Chefredakteur bemängelt ein echt Deutsches Problem, wir sind nun mal alte Lehrmeister, nur mit dem lernen tun wir uns manchmal ein wenig schwer.

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