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12.04.2011

12:49 Uhr

Kochkurse in Thailand

Scharfe Chili-Currys und zarte Lotus-Leckereien

VonCordelia Chaton

Kochen ist in. Warum nicht mal im Urlaub im Wok rühren? In Thailand geht das ganz entspannt. Vor allem der Norden hat sich zu einem Koch-Mekka entwickelt. Das Geheimnis der thailändischen Küche: Mörsern und Schnippeln.

Die Open-Air-Küche der Chili-Cooking-School: Kochen in Thailand bedeutet besonders Schnippeln. Quelle: Cordelia Chaton

Die Open-Air-Küche der Chili-Cooking-School: Kochen in Thailand bedeutet besonders Schnippeln.

Chiang MaiDie Essenz eines Königreichs – nicht mehr und nicht weniger will Pitak Srichan uns heute vermitteln. Das Königreich Lanna war vor fünfhundert Jahren die vorherrschende Kultur im Norden Thailands. Geblieben sind davon unter anderem die Architektur der edlen Teak-Pavillons im luxuriösen Fours Seasons Resort Chiang Mai – und jede Menge Rezepte.

Srichan ist Koch und hat seine kulinarischen Wanderjahre bereits hinter sich. In Saudi Arabien, Libyen und den USA war er ebenso wie in Deutschland. „Ich habe in Duisburg, Oberhausen und Köln gekocht“, erzählt er.

Heute ist Srichan Chef einer feinen Kochschule im Fours Seasons Resort. Es bietet Fünf-Sterne-Unterkünfte rund um ein Reisfeld für rund hundert Gäste. Neben mehreren Restaurants und Boutiquen sowie einem breiten Spa-Angebot lockt vor allem die Kochschule. Ihr verglastes Teakgebäude empfängt auch Gäste anderer Hotels.

Im nordthailändischen Chiang Mai hat sich in den vergangen Jahre eine lebhafte Szene von Kochkursen aller Preislagen entwickelt. Wir stellen zwei vor, die vom Ambiente und Preis her sehr unterschiedlich, aber beide sehr lohnend sind. Natürlich gibt es auch im eine Flugstunde entfernten Bangkok Kochmöglichkeiten. Aber es sind weit weniger und in der Regel teurer.

Srichan hat in seiner Luxus-Kochschule ein Programm entwickelt, das sich durchaus für Incentives eignet. Bis zu zwölf Gäste können beim „chef´s table dinner“ aus 15 Gerichten jene auswählen, die sie kochen wollen. Nach einem gemütlichen Küchenstart um 19 Uhr genießen sie die Köstlichkeiten mit Blick auf den kleinen Wasserfall und den Garten. „Wir geben die Rezepte mit, dann können unsere Gäste zu Hause alles nachkochen“, betont Srichan. Er hat seinen Akzent ganz klar auf nordthailändische Küche gesetzt; schließlich ist das seine Heimat.

Dazu gehört scharfes Schweinegulasch, Klebreis mit Mango als Dessert und jede Menge Chili-Pasten, die in rot, grün oder gelb daher kommen. Solche Currys dürfen in keinem Thai-Kühlschrank fehlen. Sie werden aus vielen Zutaten zusammen gemörsert und halten einige Wochen. Wichtig sind dabei die Chili-Schoten – je kleiner, desto schärfer.

Wer einen tiefen Einblick in die Lanna-Küche bekommen will, kann beim „Lanna Culinary Package“ fünf Nächte lang kochen. Zur Auswahl stehen Gerichte wie grüner Papaya-Salat, Wasserkastanien mit Kokosnuss oder Zitronengras-Eis. „Wir nehmen auch gern Kinder ab vier Jahren in die Küche mit. Sie können bei uns sogar Gemüse schnitzen lernen“, erzählt Srichan.

Thailändische Küche ist ein Mix aus vielen Richtungen. Erst die portugiesischen Missionare brachten Chilis mit. Auch Chinesen und Inder hinterließen ihre Spuren im Wok. Gegessen werden die Gerichte stets mit einer Gabel und einem tiefen Löffel. Stäbchen gehören traditionell nicht zur Thai-Küche. Und Messer sind nicht notwendig, denn vor dem Kochen wird alles klein geschnitten.

Srichan geht mit seinen Gästen auf den Markt einkaufen. Dort gibt es immer frische Kräuter. Wer nach dem Kurs zu Hause selbst heiliges Basilikum und Zitronengras ziehen will, findet die Samen dazu im Koch-Shop gleich nebenan.

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