Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

22.05.2016

13:52 Uhr

Kriminalstatistik

Mehr Einbrüche in Deutschland

Die Zahl der Straftaten in Deutschland ist im vergangenen Jahr insgesamt gestiegen. Vor allem Einbrüche nahmen im Vergleich zu 2014 stark zu. Die Zahl der Gewaltvergehen stagniert hingehen fast.

Die Zahl der Einbrüche stieg 2015 in Deutschland um zehn Prozent im Vergleich zu 2014. dpa

Einbrecher am Werk

Die Zahl der Einbrüche stieg 2015 in Deutschland um zehn Prozent im Vergleich zu 2014.

Berlin Die Zahl der Straftaten ist einem Bericht zufolge im vergangenen Jahr um 4,1 Prozent auf 6,33 Millionen Fälle gestiegen. Wie der Berliner „Tagesspiegel“ (Sonntagsausgabe) berichtete, geht der Anstieg vor allem auf die gewachsene Zahl ausländerrechtlicher Straftaten zurück - also von Asyl- und Aufenthaltsdelikten durch Flüchtlinge, die Deutschland 2015 erreichten. Dazu zählen beispielsweise Passvergehen.

Das Blatt berief sich auf die neue Polizeiliche Kriminalstatistik (PKS), die der Zeitung nach deren Angaben vorliegt und die am Montag von Bundesinnenminister Thomas de Maizière (CDU) und dem Vorsitzenden der Innenministerkonferenz, dem saarländischen Ressortchef Klaus Bouillon (CDU), vorgestellt wird.

Laut "Tagesspiegel" hatten die Polizeibehörden 2014 noch 157.000 Fälle sogenannter ausländerrechtlicher Taten registriert. Deren Zahl stieg demnach im vergangenen Jahr, in dem allein rund eine Million Flüchtende nach Deutschland kamen, auf 402.000 Fälle. Ohne diese ausländerrechtlichen Fälle sei die Zahl der Straftaten nahezu konstant bei 5,93 Millionen geblieben, berichtete die Zeitung.

Der Statistik ist demnach nicht eindeutig zu entnehmen, ob die hohe Zahl an Flüchtlingen zu einer überproportionalen Zunahme der sonstigen, nicht ausländerrechtlichen Kriminalität geführt hat. Zwar sei die Zahl der Tatverdächtigen nicht deutscher Herkunft im Vergleich zum Vorjahr um 12,8 Prozent auf 555.800 gestiegen - und die Zahl der tatverdächtigen Zuwanderer sogar um 90,7 Prozent auf 114.000.

Allerdings sei nicht klar, wie viele der 2015 nach Deutschland gekommenen Flüchtenden sich in der Statistik verbergen und wie viele Mehrfachverdächtige eingerechnet seien. Außerdem gehörten laut dem Bericht zum Kreis der Tatverdächtigen nicht deutscher Herkunft auch Touristen, aus dem Ausland operierende Banden und mit krimineller Absicht einreisende Ausländer.

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×