Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

14.02.2013

20:29 Uhr

Lech am Arlberg

Spendable Gäste aus dem Osten

VonStefan Menzel

Die Gastronomen am Arlberg setzen auf zahlungsfreudige Gäste aus dem Osten: Immer mehr Russen und Ukrainer tummeln sich auf den Skipisten. Und die Touristen sollen sich so heimisch wie möglich fühlen.

Die Arlberger freuen sich über Touristen aus Russland. Reuters

Die Arlberger freuen sich über Touristen aus Russland.

Lech am Arlberg„Das Beste und Teuerste ist für diese Gästeklientel gerade gut genug.“ Mit dieser für Betreiber von Fünf-Sterne-Hotels und Modegeschäften erfreulichen Eigenschaft werden die Winterurlauber aus der Ukraine und Russland am Arlberg gerne beschrieben. Während der „Russenwoche“ Anfang Januar jeden Jahres tummeln sich auf den Arlberger Skipisten knapp 600 wohlhabende Russen und Ukrainer und betten sich in Paradehotels wie Almhof Schneider, Hotel Post oder im Alpenhof Thurnher in Zürs allabendlich zur Ruhe. Sowohl unter Hoteliers als auch in Haubenrestaurants sind die russischen Gäste mit gutem Grund gern gesehene Gäste.

„Ein russischer Gast liest die Speisekarte von links nach rechts. Der Preis ist in der Regel Nebensache“, erzählt eine Servicedame in einem feinen Restaurant und gerät beim Addieren der Trinkgelder geradezu ins Schwärmen. „Gäste aus Russland und der Ukraine logieren ausnahmslos in Fünf- und Vier-Sterne-Häusern.

Die Klientel zeichnet sich durch Ausgabefreude aus und stellt freilich einen Zukunftsmarkt dar“, betont Hermann Fercher als Arlberger Tourismusdirektor. Die Urlaubsmärkte würden denn auch „ganz gezielt mit Aktionen bearbeitet“. Als „Hemmschuh“ bezeichnet Fercher die Visumpflicht. „Würde diese Hürde für die Gäste aus diesen Ländern fallen, so würden noch mehr unsere Urlaubsdestination wählen.“

„Die Zahl der Gäste aus diesen Ländern hat sich seit 2005 verdreifacht“, bestätigt auch Christian Schützinger als Landestourismusdirektor die steigende Nachfrage. „Eine Abschaffung der Visumpflicht würde dem Markt Flügel verleihen“, schätzt Schützinger und attestiert den Touristen ebenso ein locker sitzendes Portemonnaie: „Diese Urlauber geben mindestens 20 Prozent mehr Geld aus als der Durchschnitt.“

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×