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16.10.2016

21:57 Uhr

Lifestyle

Barbershop-Boom in Deutschland

Barbershops liegen voll im Trend. Denn immer mehr Männer in Deutschland legen Wert auf einen gepflegten Bart und eine modische Frisur. Die Szene kürte jetzt in Nürnberg Deutschlands besten Barbier.

Sezer Soylu, Gewinner der Deutschen Meisterschaft der Barbiere. dpa

Deutsche Meisterschaft der Barbiere

Sezer Soylu, Gewinner der Deutschen Meisterschaft der Barbiere.

NürnbergWeiße Hemden, graue Westen, Hosenträger, Bärte und viele Tattoos: Die Barber-Szene, die sich am Sonntag bei den „German Barber Awards“ im Nürnberger Messezentrum trifft, fällt schon von Weitem auf durch ihre Mischung aus 50er-Jahre-Mode und bewussten Stilbrüchen. „Es gibt nicht nur einen Style“, erklärt Barbier Thorsten Staudt aus Nürnberg, der in der internationalen Jury sitzt. Am Abend kürt sie den 39-jährigen Sezer Soylu aus Augsburg zum besten Barbier Deutschlands. Der zeigt sich nach seinem Sieg überglücklich. „Ich bin einfach überwältigt und dankbar und kann es noch gar nicht fassen“, erklärt Soylu.

In der Szene verbänden sich unterschiedliche Kulturen und Stile, sagt Staudt. Den typischen Bartträger darf man sich also nicht nur mit derben Boots und zerrissenen Jeans vorstellen. „Der Bart ist das einfachste Mittel für eine Typveränderung und wird deshalb nie ganz verschwinden“, sagt Micha Birkhofer, der die „German Barber Awards“ 2015 ins Leben gerufen hat. Er ist selbst Fachhändler für Barbier-Bedarf und will den Könnern der Zunft mit dem Wettbewerb eine Bühne bieten.

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Schon seit zwei Jahren erscheinen im Handelsblatt wöchentlich die Kolumnen von Herrn K. – dem modernen Mann. Höchste Zeit, dass die Kunstfigur ihren Schöpfer befragt – zu Geldanlagen, Grill-Typen und jammernden Männern.

Die Zeiten, in denen Männer alle drei Monate zum Friseur gegangen seien, mit dem Wunsch, einfach die Haare zu kürzen, seien vorbei, sagt Barbier Thorsten Staudt. Da werde etwa um halbe Millimeter verhandelt, und großer Wert auf akkurate Schnitte gelegt. „Der Mann hat wieder mehr Selbstverständnis“, sagt Staudt. „Früher war er nur Teil des Frauensalons.“

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