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27.01.2004

08:00 Uhr

Luftfahrt-Branche wartet auf Ergebnisse

Europäischer Luftraum bleibt Herausforderung

VonBjörn Klusmann

Europa startet in eine neue Ära. Wenn am 1. Mai dieses Jahres zehn neue Staaten der EU beitreten und damit die künstliche Teilung des Kontinents endgültig zu Ende geht, wird sich dies auch in der Anzahl der Flugbewegungen in Europa niederschlagen.

HB DÜSSELDORF. Im europäischen Binnenmarkt leben und arbeiten dann rund 450 Millionen Menschen. Sie bilden damit den größten Wirtschaftsraum der Welt. „In der EU-Erweiterung steckt eine Riesenchance auch für die Luftfahrtbranche“, zeigt sich Thomas Ellerbeck, Leiter des Bereichs Media Relations bei Lufthansa, optimistisch.

Gerade Deutschland kommt auf Grund seiner geographischen Lage in der Mitte des größeren Europas eine besondere Rolle zu. Viele Verbindungen in die Beitrittsländer dürften über deutsche Drehkreuze abgewickelt werden. Bereits mit dem nächsten Sommerflugplan nimmt die Anzahl der Verbindungen nach Osteuropa deutlich zu. „Die Wirtschaftsbeziehungen zwischen der EU und den Beitrittsländern werden schon seit Jahren enger. Frühere Erweiterungsrunden haben gezeigt, dass diese Beziehungen sich nach dem Beitrittstermin nochmals intensiveren“, schätzt Ellerbeck die zukünftige Entwicklung ein. Gerade in jungen Geschäftsbeziehungen ist der persönliche Kontakt nicht zu ersetzen: „Hier sehe ich für unsere Branche ein großes Wachstumspotenzial“, so Ellerbeck.

In der „Initiative pro Erweiterung“ engagiert sich der Lufthanseat für das größere Europa. Ziel der insgesamt über 20 Persönlichkeiten aus Wirtschaft, Kultur, Medien und Sport ist es, Vorbehalte gegenüber der Erweiterung abzubauen und stattdessen die mit ihr verbundenen Chancen ins Blickfeld zu rücken. „Bei meiner Arbeit sehe ich täglich die ökonomischen Vorteile, die sich aus der Erweiterung ergeben. Deutlich zu machen, dass nicht nur die Wirtschaft vom größeren Europa profitiert, das ist das Ziel unserer Initiative“, erläutert Ellerbeck.

Die Star Alliance, als weltweit größter Airline-Verbund ist auf das neue Europa vorbereitet. Bereits im vergangenen Herbst wurde die polnische Fluggesellschaft LOT als 15. Mitglied aufgenommen. Die Airline, die in Deutschland die Ziele München, Hamburg und Berlin anfliegt, konnte im schwierigen Marktumfeld des Jahres 2002 fünf Prozent mehr Passagiere befördern als 2001. Dies zeigt die Potenziale, die Osteuropa bietet. „Der Beitritt der LOT zur Star Alliance wird die Integration Polens in die EU beschleunigen. Warschau, dem Heimatdrehkreuz der LOT, kommt dabei für den gesamten Osteuropamarkt eine Schlüsselposition zu“, sagt Ellerbeck voraus.

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