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24.02.2014

08:40 Uhr

Neue Serie hat Stil

Suits – Männer nach Maß

VonInge Hufschlag

In der US-Erfolgs-Serie „Suits“ dominieren Männer mit klassischen Stil-Vorlieben. Zu sehen sind feine Stöffchen, flotte Schnitte, lockere Dialoge – Zuschauer lernen viel über den wichtigen ersten Eindruck im Business.

In der US-Serie „Suits“ gibt es viel zu lernen, auch hinsichtlich rsikanter Fehltritte in Modefragen. Bildquelle: obs/Fox International Channels/© 2013 Universal Cable Productions. All Rights Reserved. obs

In der US-Serie „Suits“ gibt es viel zu lernen, auch hinsichtlich rsikanter Fehltritte in Modefragen.

Bildquelle: obs/Fox International Channels/© 2013 Universal Cable Productions. All Rights Reserved.

Wir haben es ja schon immer gewusst: Der falsche Schlips kann zum Fallstrick auf der Karriereleiter werden. „Schaffen sie ihre schmale Krawatte aus meinem Gesichtsfeld und machen sie sich an die Arbeit“, faucht Harvey Specter (verkörpert durch Gabriel Macht) seinen neuen Praktikanten Mike Ross (Patrick J. Adams) an. Der stottert im Kreuzverhör auf die Frage, was sein Schlips gekostet¨hat: „500 Dollar.“ Gegenfrage: „Für wie viele?“ Kleinlaute Antwort: „Für fünf.“

Das reicht. Nachdem er abgebürstet und zusammengefaltet ist, bekommt Mike von Harvey die Adresse seines Ausstatters. Dieser würdigt den Hänfling nur eines kurzen Blickes: „Wir führen hier keine Röhrenjeans.“ Und überhaupt: „Kennen sie ihre Schrittlänge?“ Merke: So was muss ein Business-Punk wissen.

Etwas Geniales sei im Anzug, verspricht uns Vox, immer freitags, 21.15 Uhr. „Mad Men“ kennen wir ja schon. Viele lieben sie sogar. Doch jetzt lassen wir die Werbeagenturen im Stil der 50er-Jahre mal hinter uns und schauen uns in einer Anwaltskanzlei von heute um. Was sehen wir? Aalglatte Fassade mit schickem Interieur, bevölkert mit dazu passenden Karrieristen.

Da ist nix mit Casual Friday. Bad Hair Day schon gar nicht. Die geschniegelten Jüngelchen tragen nachtblaue Westenanzüge und brüsten sich mit breiten Schlipsen an deren Symbolik es wohl nichts zu deuteln gibt. Die schlagfertigen Mädels in der Kanzlei halten mit, tragen meist Bleistiftröcke, die Blusen sitzen stramm. Der Chef ist eine Frau.

Die Firma arbeitet mit einem Befehlskettenmodell. Von oben herab, versteht sich. Anwalt sein, belehrt Harvey seinen Schützling Mike, sei wie Arzt sein: „Man drückt so lange, bis es weh tut.“ Da muss der Hochschulabbrecher Mike in seinem Jeanshemd und der Postmann-Tasche quer über der Hühnerbrust noch viel lernen. Und auch der Zuschauer kriegt was mit für den ersten Eindruck im Business, für den es bekanntlich keine zweite Chance gibt.

Der erste Eindruck von „Suits“ (was übersetzt nicht nur Anzug, sondern auch Anzugträger heißt): Glattes Stöffchen, flotter Schnitt, die Dialoge sitzen locker. In den USA läuft die Serie bereits seit Juni 2011 und lockt beim Kabelsender USA Network im Schnitt mehr als sechs Millionen Zuschauer vor den Bildschirm. Vier Staffeln sind abgedreht. Hierzulande war Suits bereits beim Bezahlsender Fox zu sehen, jetzt gibt’s die Business-Mode-Serie auch im Free TV bei Vox. Könnte Kult werden.

Ach, ja: Zum maßgeschneiderten Erfolgsmodell von Vox gehört auch eine Kooperation mit Anson’s. Der Herrenausstatter hat in fünf deutschen Großstätten zum Serienbeginn seine Schaufenster im Suits-Design dekoriert.

Kommentare (1)

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troublebanker

24.02.2014, 12:37 Uhr

Ein kleiner Detaillfehler: Die 500 Dollarfrage bezieht sich auf die Anzüge, nicht Krwatten

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