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18.10.2016

11:48 Uhr

Neuer Glücksatlas

Das macht die Deutschen zufrieden

Wie glücklich oder unglücklich sind die Deutschen? Zum ersten Mal seit mehreren Jahren sind viele Bundesbürger deutlich zufriedener mit ihrem Leben – heißt es in einer Studie. Die Ostdeutschen aber bleiben skeptisch.

In einer aktuellen Glücksstudie geben Bundesbürger ihrer Lebenszufriedenheit 7,11 von zehn Punkten und damit den höchsten Wert seit 2010. dpa

Deutsche sind glücklicher als im Vorjahr

In einer aktuellen Glücksstudie geben Bundesbürger ihrer Lebenszufriedenheit 7,11 von zehn Punkten und damit den höchsten Wert seit 2010.

BerlinTrotz Terrorgefahr und Flüchtlingsstrom hat die allgemeine Lebenszufriedenheit in Deutschland einen Sprung nach vorn gemacht. Das geht aus dem neuen Glücksatlas hervor, den die Deutsche Post als repräsentative Studie einmal im Jahr erhebt und am Dienstag in Berlin vorstellte.

Die Autoren fragen dabei zum Beispiel nach Familie, Arbeit und Gesundheit. Einen Schwerpunkt bildet in diesem Jahr die Frage, welchen Einfluss die Zuwanderung auf die Lebenszufriedenheit hat. Auf einer Skala von 0 bis 10 ist die subjektive Lebenszufriedenheit danach 2016 auf 7,11 Punkte angestiegen.

Die Ergebnisse der Glücksatlas-Erhebung

Die optimistischen Deutschen

Sie leben nach wie vor an der Nordsee. Schleswig-Holstein hält seinen Spitzenplatz (7,41 Punkte). Doch der Süden holt auf. Von Platz fünf auf zwei schiebt sich Franken (7,22) nach vorn. In allen westlichen Bundesländern liegen die Werte dicht beieinander. Den größten Sprung nach vorn von Platz zwölf auf sieben macht die Region Nordrhein mit Köln (7,18).

Die skeptischen Deutschen

Sie wohnen durchweg im Osten der Republik. Dort erreicht keine Region bei der Lebenszufriedenheit auf der Skala von 0 bis 10 die Marke 7. Den größten Zuwachs gibt es in Thüringen (6,94), das damit die neue Glücksregion im Osten ist. Auf dem letzten Rang liegt Mecklenburg-Vorpommern (6,77).

Ost und West

Nach einer immer weiteren Annäherung driftet die subjektive Zufriedenheit mit dem Leben in Deutschland 2016 erstmals wieder spürbar auseinander. Im Westen zeigt die Kurve nach oben - und zieht das ganze Land mit. Im Osten fällt sie leicht ab. Das gefühlte Glück in Ost und West liegt aber trotzdem lange nicht so weit voneinander entfernt wie noch vor fünf oder zehn Jahren.

Die glücklichsten Europäer

Die Werte gibt es mit Zeitverzögerung erst für das Jahr 2015. Deutschland klettert dabei um einen Platz von Rang zehn auf Rang neun nach oben und liegt damit weiter im oberen Mittelfeld. Ungeschlagen an der Spitze bleibt Dänemark, die rote Laterne hält Griechenland.

Lebensbereiche

Am glücklichsten sind die Deutschen mit ihrer Wohnsituation und ihrer Familie. Im Mittelfeld liegt die Zufriedenheit mit Freizeit, Arbeit und Gesundheit. Auf den hinteren Rängen folgen Haushalts- und persönliches Einkommen – allerdings zeigt sich hier auch der stärkste Aufwärtstrend.

Einwanderung I

Die Skepsis ist in Ostdeutschland ausgeprägter. Hier findet nur rund die Hälfte der Befragten (56 Prozent), dass Deutschland durch Einwanderung vielfältiger wird, im Westen sind es mehr als zwei Drittel (70 Prozent).

Einwanderung II

Je mehr Kontakt Deutsche zu Migranten pflegen, desto toleranter wird ihre Einstellung zur Zuwanderung. Und je toleranter sie sind, desto zufriedener zeigten sich die Befragten mit ihrem Leben. Die Aufgabe der Integration aber sehen alle Bundesbürger kritischer. Nur die Hälfte der Interviewten (51 Prozent) findet, dass das Zusammenleben bisher gut funktioniert. Auch hier ist der Westen mit 54 Prozent Zustimmung zuversichtlicher als der Osten mit nur 35 Prozent.

Die Marke liegt damit höher als im Jahr 2015 (7,02) und ist der Spitzenwert seit Beginn der Glücksatlas-Erhebung im Jahr 2010, erläuterte Mitautor Bernd Raffelhüschen, Finanzwissenschaftler an der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg.

Als möglichen Grund sehen die Autoren die gute wirtschaftliche Entwicklung der vergangenen Jahre, in denen die Arbeitslosenrate sank und Löhne sowie Kaufkraft stiegen. Allerdings klaffen bei der Zufriedenheit auffällige Unterschiede zwischen Ost- und Westdeutschland.

Von

dpa

Kommentare (5)

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Herr Heiko Klein

18.10.2016, 13:21 Uhr

was für ein mumpitz. die unsicherheiten sind allumfassend: auf der einen seite passiert seit 6 jahren in griehenaldn nix, es kommen eher noch frankreich, itlaien und portugal dazu. auf der anderen seite wird uns gesagt, dass unsere renten nicht sicher sind, dass die beiträge steigen müssen. PKVs müssen beiträge auch erhöhen. alle paar wochen gibts einen anschlag in deutschland. allmählich wird erst bekannt, was das ausmaß bei den illegalen grenzübetriotten ist. benziner und diesel sollen bald verboten werden. die immobilienpreise steigen. neue kriege im nahen osten, usa hat die wahl beim präsi von pest und cholera. naja, immerhin sind wir weltmeister...wen haben die denn da nur befragt, für die umfrage???

Herr Paul Kersey

18.10.2016, 15:08 Uhr

@Klein
Ja ja, das Leben ist schon ganz schön gefährlich was Herr Klein?
Kriegen Sie nachts vor Furcht überhaupt ein Auge zu?
Es war in Deutschland noch nie so ungefährlich wie heute. Und die Leute, die befragt wurden, sind jedenfalls nicht die paranoiden Verschwörungstheoretiker, die im Handelsblatt Forum in so geballter Konzentration auftauchen,

Account gelöscht!

18.10.2016, 16:26 Uhr

Wer braucht denn " Online-Dating-Portale " wenn es Muckibuden zum Eisen biegen für uns Männer und für die Ladys den Knack-Po zum trainieren gibt ?

Wenn ich Lust habe auf Spielbank, dann mache ich das ja auch nicht Online am PC. Sondern ziehe mir einen eleganten Smoking an, fahre nach Wiesbaden und verbinde das Ganze mit einem Besuch im Gourmetrestaurant Ente und einer Übernachtung im Nassauer Hof.

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