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12.01.2011

16:42 Uhr

New York

Schneesturm lähmt erneut den Flugverkehr

Zum dritten Mal in gut zwei Wochen hat ein schwerer Schneesturm New York und den Südosten der USA heimgesucht. Die Millionenmetropole war zwar deutlich besser vorbereitet als in der Vorweihnachtszeit, dennoch fielen in New York und Atlanta Tausende Flüge aus.

HB NEW YORK. Ein schwerer Schneesturm hat zum dritten Mal in gut zwei Wochen die Millionenstadt New York heimgesucht. Am Mittwoch lagen die neuen Flocken im Central Park von Manhattan durchschnittlich 22 Zentimeter hoch, in nördlichen Vororten türmten sich sogar 55 Zentimeter Neuschnee auf. New Yorks Bürgermeister Michael Bloomberg hatte vorsorglich einen „Wetternotstand“ erklärt.

Die drei internationalen Flughäfen der Stadt strichen erneut Tausende von Flügen. Der Berufsverkehr brach zusammen: Züge und Busse fielen aus oder hatten erhebliche Verspätung. Das Leben im geschäftigen Manhattan wurde deutlich gedämpft. Auch Stunden nach Beginn der Schneefälle waren zwar Autos unterwegs, allen voran die gelben Taxis. Auffallend waren aber die schweren Schneeflüge, die alle paar Minuten die zentralen Straßen räumten. Nach Angaben der „New York Times“ waren Millionen von Berufstätigen betroffen.

Der Schneefall begann am späten Dienstagabend (Ortszeit) und dauert vielerorts bis zum Morgengrauen an. In der Nacht durchkämmten die Räumfahrzeuge die engen Straßenschluchten der Metropole. Von einem Chaos wie kurz nach Weihnachten war New York aber weit entfernt. Enttäuschung auch für die Kinder: Die meisten Schulen blieben - anders als angekündigt - am Mittwoch nicht geschlossen, sondern öffneten nur mit Verspätung.

Die Stadt schritt nach der schleppenden Beseitigung der Schneemassen des Blizzards vor zwei Wochen diesmal deutlich schneller ein. Bürgermeister Bloomberg hatte sich harsche Kritik anhören müssen, weil viele Straßen tagelang blockiert waren und Krankenwagen keine Chance hatten, hilfsbedürftige Menschen zu erreichen. Besonders erbitterte viele New Yorker, dass das betuchte Manhattan dann weit früher als die weniger begüterten Distrikte Bronx, Brooklyn, Queens und Staten Island geräumt war.

Die Verkehrsgesellschaft MTA versprach der Bevölkerung noch vor Beginn des Schneesturms, dass diesmal niemand länger in einer U-Bahn festsitzen werde. Vor zwei Wochen hatten einige Menschen sieben Stunden in steckengebliebenen Zügen aushalten müssen. Der neue Schneesturm hatte zuvor im Südosten zugeschlagen. Auf dem Flughafen von Atlanta, einem der größten der USA, verhinderte er mehr als 3000 Flüge. Tausende Reisende mussten im Flughafengebäude campieren.

Der Sturm hatte zuvor im Südosten sein Unwesen getrieben. Auf dem Flughafen von Atlanta, einem der wichtigsten der Welt, verhinderte er mehr als 3000 Flüge. Tausende Menschen mussten im Flughafengebäude campieren. Der Sturm sollte weiter nach Norden ziehen. Für Boston waren fast 40 Zentimeter Schnee vorausgesagt.

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