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03.10.2011

12:48 Uhr

Pariser Modewoche

Stella McCartney macht Lust auf den Sommer 2012

Bei der Pariser Modewoche haben die Frauen zur Zeit die Wahl zwischen rasant, damenhaft und eher rustikal. Charlène von Monaco zeigte sich begeistert von der Akris-Kollektion.

Das Finale der Show von Stella McCartney. dapd

Das Finale der Show von Stella McCartney.

ParisAuch wenn die Modeszene zur Zeit bei den Prêt-à-Porter-Schauen im ungewöhnlich heißen Paris schwitzt: Stella McCartney machte am Montagmorgen bei der Schau ihrer Damenkollektion Lust auf den nächsten Sommer. Mit Entwürfen voll Sportlichkeit, Chic und Charme. Minikurze Trägerkleider aus Seide in Cremeweiß mit zarter cremefarbener Ornamentstickerei am Saum, fließende Overalls mit kastigen Schultern und lockere Hosenanzüge mit Tunika-Oberteilen gehörten dazu.

Klare, gut gesetzte Schnitte und fließende Stoffe ließen die Entwürfe beweglich und  vollkommen alltagstauglich erscheinen. Die Drucke in Rotbraun oder Blaugrau erinnerte an Krawatten- oder Porzellanmuster. Einziger Ausreißer: Hässliche Badelatschen mit blauer Sohle, die einen seltsamen Kontrast zu den hübschen Sandaletten, die auch zu sehen war, bildeten. Doch wie auch immer: McCartneys ideale Kundin bleibt eine moderne Frau in Bewegung.

Bei Phoebe Philo, Designerin der angesagten Marke Céline, lockerten am Sonntag leicht gerundete Silhouetten die strengen Linien der vergangenen Saisons etwas auf. Philo hat maßgeblich einen Trend zum Purismus beeinflusst. Jetzt schneidert sie etwas femininer mit von den späten 50er-Jahren beeinflussten Entwürfen. Jacken und Mäntel mit elliptischen Formen gab es, sportliche Hemdblusenkleider mit breiten Gürteln, Tunika-Oberteile zu wadenlangen Hosen und sehr schöne plissierte leichte Röcke. Philo setzte vorwiegend auf einfarbige Teile in Weiß, Schwarz, Tannengrün und einem dunklen Rotton.

Akris-Designer Albert Kriemler hatte sich von dem 60er-Jahre Film „Grand Prix“ von John Frankenheimer inspirieren lassen. Rasante Drucke mit Rennfahrmotiven oder dem Blick auf die Promenade von Monte Carlo waren das Resultat. Doch setzte Kriemler diese dezent in Szene, verlieh den Entwürfen ein spielerisches Element. Shiftkleider mit Colourblocking in Gelb und Grau sowie blattgrüne Anzüge mit weiten Marlene-Hosen aus Shantungseide oder schicke Kapuzencapes mit glänzenden Reißverschlüssen waren scharf geschnitten. Stargast der Schau war Charlène von Monaco, die häufig in Akris auftritt.

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