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29.07.2011

00:00 Uhr

Prämierter Müller-Thurgau

Familie Clauß bringt Nack zurück auf die Wein-Landkarte

VonPit Falkenstein

Vor 20 Jahren fasste Friedrich Clauß den Plan, in dem 180-Seelen-Dorf Nack an der Schweizer Grenze ein Weingut aufzubauen. Heute wird er der Winzer aus Südbaden vor allem für seinen Müller-Thurgau europaweit geschätzt.

Der Kölner Wein-Journalist Pit Falkenstein. Quelle: www.uta-wagner.com

Der Kölner Wein-Journalist Pit Falkenstein.

KölnNack ist ein bemerkenswertes süddeutsches Dorf. Obwohl der Flecken nur 180 Einwohner zählt, gibt es einen beliebten Golfplatz und ein Feinschmeckerlokal. Und die „Nacker Werke“, eine „Vereinigung zur Wartung der Sinne“, organisiert jedes Jahr im September ein Festival mit klassischer Musik und Gaumenfreuden.

Die Lage macht's. Nack ist im äußersten Südosten Badens versteckt, in einem Zipfel, der tief in die Schweiz hineinragt. Nach Zürich sind es nur 35 Kilometer. Eidgenössische Gäste kommen, um in Deutschland einzukaufen. In Nack finden sie Wein, der sich mit besten Schweizer Gewächsen messen kann und nur die Hälfte kostet.

Vor 20 Jahren verliebte sich Friedrich Clauß in dieses hübsche Nest. Damals betrieb der heute 73-Jährige in Esslingen am Neckar eine gemischte Landwirtschaft. Er wollte das alles aufgeben und nur noch Wein erzeugen, doch gab es in seiner Umgebung keine freien Rebflächen. Also inserierte er in einem Fachblatt und da meldete sich Theo Rieger, der damalige Wirt des Gasthauses zum Kranz in Nack. Clauß fuhr nach Baden. Die beiden Herren verstanden sich sogleich und beschlossen, aus Nack wieder einen Weinort zu machen.

2002 baut die Familie Nack ein schmuckes, modernes, doch gut in die Landschaft passendes Weingut direkt an der Schweizer Grenze.

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