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11.08.2013

12:51 Uhr

Regeln in den USA

Rauchen ist häufiger auch draußen verboten

In amerikanischen Cafés und Restaurants war das Rauchen schon lange verboten. Nun gibt es auch immer mehr Parks und Strände, an denen nicht mehr gequalmt werden darf. Argumentiert wird mit Gesundheitsgefahren.

Strenges Rauchverbot: Soll das auch draußen gelten? dpa

Strenges Rauchverbot: Soll das auch draußen gelten?

AtlantaRauchen in Cafés, Restaurants, Büros oder öffentlichen Einrichtungen ist in den USA seit Jahren verboten. Immer heftiger wird nun seit einiger Zeit darüber gestritten, ob auch der Zigarettenkonsum im Freien verboten werden sollte. Innerhalb der vergangenen fünf Jahren hat sich die Zahl solcher Verbote auf knapp 2600 fast verdoppelt - in immer mehr Parks, an öffentlichen Stränden oder auf Hochschulgeländen ist das Rauchen untersagt. Allerdings ist umstritten, ob das Rauchen draußen überhaupt Gesundheitsrisiken für Passivraucher birgt.

Hunderte von Studien haben einen eindeutigen Zusammenhang zwischen Passivrauchen und gesundheitlichen Problemen wie Herz- und Gefäßerkrankungen nachgewiesen. Selbst wenn jemand nur kurze Zeit Zigarettenrauch ausgesetzt ist, so hat die Forschung gezeigt, konnten Auswirkungen auf die Blutzirkulation registriert werden. Passivrauchen über einen längeren Zeitraum hinweg erhöht den Cholesterinwert und verstärkt die Plaque-Bildung in den Blutgefäßen. Diese Erkenntnisse haben zu den strengen Anti-Rauchergesetzen in den USA geführt.

Eine Reihe von Gesundheitsexperten argumentiert nun, dass Zigarettenrauch in jedem Fall schädlich ist für Passivraucher - egal ob er innerhalb oder außerhalb eines Raumes eingeatmet wird. „Es gibt kein risikofreies Passivrauchen“, sagt Brian King vom Zentrum für Gesundheitskontrolle und -vorbeugung. „Wenn man es riechen kann, ist da ganz offensichtlich etwas“, erklärt der Wissenschaftler James Repace, der einige Studien zu den Folgen von Passivrauchen im Freien durchgeführt hat.

Inwieweit Passivrauchen draußen ein Gesundheitsrisiko darstellt, ist jedoch unklar. In zwei kleinen Studien wurden etwa zwei Dutzend Nichtraucher im US-Staat Georgia im Außenraum eines Restaurants Zigarettenrauch ausgesetzt. Dann wurde eine Speichelprobe genommen. Diese zeigte eine hohe Konzentration von Cotinin, einem Abbauprodukt von Nikotin.

Kommentare (4)

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Account gelöscht!

11.08.2013, 13:13 Uhr

Als nächstes könnte man verlangen: Leute dürfen nirgendwo rauchen, wo man sie sehen könnte.“

Das ist eine sehr gute Idee.

Account gelöscht!

11.08.2013, 13:55 Uhr

Ab wann ist das "pupsen" drinnen und auch draussen VERBOTEN ? Das wäre doch mal viel wichtiger !!!!

Vor allem für die Rinder, (Methan-Ausstoss !!!)

MATOU

11.08.2013, 14:07 Uhr

Rauchen sollte insbesondere auf relativ schmalen Bürgersteigen verboten werden.Bei leichten Wind wird den Nichtrauchern der Tabakqualm häufig direkt in das Gesicht und in die Lunge geblasen.Ich musste deshalb schon häufiger röcheln und litt unter Brechreiz.Es besteht auf schmalen Bürgersteigen kaum eine Ausweichmöglichkeit !

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