Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

03.04.2015

11:08 Uhr

Relax for Success: Schanghai

Wo Häuser und Preise in den Himmel wachsen

VonInge Hufschlag

Betongold kann eine Glücksfarbe sein in China. Wenn – wie im Westen – die Lage stimmt. Zum Beispiel direkt am Bund von Schanghai, ein Quadratmeter kostet ab 20.000 Euro. Das Leben in Schanghai ist teurer als in New York.

Der Schanghai Tower (2.v.l.) ist der zweithöchste Turm der Welt. Dieses Jahr soll er noch eröffnet werden. Reuters

Schanghai Tower

Der Schanghai Tower (2.v.l.) ist der zweithöchste Turm der Welt. Dieses Jahr soll er noch eröffnet werden.

DüsseldorfDer Ausblick von Chinas teuersten Apartments direkt am Bund von Schanghai ist grandios: über den Huangpu River direkt auf die Skyline von Pudong, das berühmte Finanzzentrum der Boomtown. Dort bohrt sich Chinas höchstes Gebäude in den Himmel: der Shanghai Tower, 632 Meter hoch, 121 Stockwerke, fünf Etagen unter der Erde, über eine halbe Million Quadratmeter. Er ist – nach dem Burj Khalifa in Dubai (828 Meter) der zweithöchste Turm der Welt. Noch. Denn schon wächst in Shenzhen, Chinas Wirtschaftszone nicht weit von Hongkong, das Pingan International Finance Center in die Höhe, bis auf 660 Meter. Es soll 2016 fertig sein.

Als 2008 der Grundstein für den Shanghai-Tower gelegt wurde, rechnete man noch mit der Fertigstellung zur Expo 2010. Doch erst im letzten Sommer konnte Richtfest gefeiert werden. Die Eröffnung soll jetzt aber noch in diesem Jahr sein. Dann hat Shanghai auf einer Aufsichtsplattform in 561 Höhe eine weitere Touristen-Attraktion.

Die höchsten Gebäuden der Welt

Platz neun und zehn

Die Plätze neun und zehn teilen sich die Zwillingstürme Petronas Towers in Kuala Lumpur. Sie gehören zu den berühmtesten Gebäuden der malaysischen Hauptstadt, nicht zuletzt dank einer Skybridge, die die beiden 452 Meter hohen Gebäude auf der 41. und 42. Etage miteinander verbindet. Zwischen 1996 und 2003 waren sie außerdem die höchsten Wolkenkratzer der Welt.

Quelle: emporis.de

Platz acht

Ein weiterer chinesischer Wolkenkratzer befindet sich auf dem achten Platz des Rankings der höchsten Gebäude weltweit: das International Commerce Centre in Hong Kong. Der 484 Meter hohe Wolkenkratzer beherbergt das höchstgelegene Hotel der Welt auf seinen obersten 13 Etagen und ist außerdem das höchste Gebäude Hong Kongs.

Platz sieben

Nur 16 Meter weniger als das Taipei 101 misst das Shanghai World Financial Center. Das aufgrund seiner Form auch als „Flaschenöffner“ bezeichnete Gebäude steht in direkter Nachbarschaft zum Shanghai Tower und wurde 2008 nach Entwürfen von Kohn Pedersen Fox fertiggestellt.

Platz sechs

509 Meter hoch ist das Taipei 101. Das Gebäude war von 2004 bis 2007 sogar das höchste Gebäude der Welt, bis es vom Burj Khalifa überholt wurde. Taipei 101 ist nach seinem Standort im taiwanesischen Taipei sowie der Anzahl seiner Etagen – insgesamt 101 – benannt. Aufgrund seines auffälligen Designs hat der Wolkenkratzer den Emporis Skyscraper Award 2004 gewonnen.

Platz fünf

Seit es im Juli 2014 seine volle Höhe erreicht hat, nimmt nun das CTF Finance Centre in Guangzhou den fünften Platz ein. Der Turm wird über eine gemischte Nutzung aus Büroflächen, einem Hotel und Wohnungen verfügen sowie über ein Einkaufszentrum im Podiumgebäude. Mit seinen 530 Metern ist er 21 Meter größer als der nächsthöchster Wolkenkratzer Taipei 101.

Platz vier

Auf Platz vier folgt das One World Trade Center in New York City, das am 10. Mai 2013 seine volle Höhe von 541 Metern erreicht hat und seitdem nicht nur das vierthöchste Gebäude der Welt, sondern auch der höchste Wolkenkratzer in New York City ist. Das Gebäude wird auf dem Gelände des ehemaligen World Trade Centers errichtet, das bei den Terroranschlägen vom 11. September 2001 zerstört wurde, und wurde Ende 2014 fertiggestellt.

Platz drei

Das dritthöchste Gebäude weltweit ist der Makkah Clock Royal Tower, dessen markantestes Merkmal sein Uhrenturm ist. Das Zifferblatt ist so groß, dass man die Uhr noch aus 25 Kilometern Entfernung sehen kann. Das 601 Meter hohe Gebäude wurde 2012 fertiggestellt und befindet sich im saudi-arabischen Mekka.

Platz zwei

Mit einer Höhe von 632 Metern ist der Shanghai Tower im chinesischen Shanghai fast 200 Meter kürzer als der Burj Khalifa in Dubai. Der Wolkenkratzer hat somit den zweiten Platz unter den höchsten Gebäuden der Welt ergattert. Darüber hinaus wird der Shanghai Tower die schnellsten Aufzüge der Welt enthalten, die den Turm mit einer Geschwindigkeit von 18 Metern pro Sekunde emporklettern wird.

Platz eins

Der höchste Wolkenkratzer der Welt ist seit seiner Fertigstellung im Jahr 2010 der Burj Khalifa in Dubai in den Vereinigten Arabischen Emiraten. Das Gebäude ist stolze 828 Meter hoch und hat 163 Etagen. Der Burj Khalifa ist eines der berühmtesten Gebäude in Dubai. Sein potentieller Nachfolger, der Kingdom Tower in Jeddah, steht jedoch schon in den Startlöchern: Mit einer Höhe von einem Kilometer soll dieses ambitionierte Bauprojekt, das 2013 begonnen wurde, den derzeitigen Spitzenreiter noch um Längen überholen.

Der höchste Turm wuchs auf einem ehemaligen Golfplatz. Unvorstellbar, dass hier früher mal Reisfelder waren. Gemeinsam mit dem Jin Mao Tower (420 Meter), der an einen Kreuzschlitzbohrer erinnert, und dem Shanghai World Financial Center, mit seiner rechteckigen Öffnung im oberen Teil seiner 492 Meter auch „Flaschenöffner“ genannt, bildet der Shanghai Tower jetzt ein beeindruckendes Wolkenkratzer-Trio in Pudong.

Handelsblatt-Autorin Inge Hufschlag schreibt über Mode und Lifestyle. Alexander Basta

Inge Hufschlag

Handelsblatt-Autorin Inge Hufschlag schreibt über Mode und Lifestyle.

Den Wettbewerb um den Bau einer weiteren vertikalen City in Pudong gewann das amerikanische Architekturbüro Gensler. Der Entwurf stammt von Marshall Skabala, einem Architekten aus Houston, bei dem man auch an glitzernde Skyscraper denkt. Skabalas verdrehter Turm sieht aus wie eine zusammengerollte Zeitung oder ein umgedrehtes Eishörnchen. Seine Erbauer sehen darin eher eine „Thermoskanne“. In der Verdrehung soll Regenwasser für die Klimaanlage gesammelt werden.

In der Lobby in Schanghai, in der erste, ausgewählte Besuchergruppen empfangen werden, sind die übrigen – kaum weniger eleganten – Entwürfe ausgestellt. Auch der Brite Sir Norman Foster, der schon etliche Landmarks in China setzte, ist dabei.

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×