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13.10.2011

19:00 Uhr

Scarlett Johansson

Nacktfoto-Dieb drohen 121 Jahre Gefängnis

Nacktfotos von Scarlett Johansson, E-Mails von Christina Aguilera - ein Hacker hat private Informationen von mehr als 50 Prominenten gestohlen und verkauft. Nun drohen ihm bis zu 121 Jahre Haft.

Scarlett Johansson soll die gestohlenen Fotos selbst geschossen haben. dapd

Scarlett Johansson soll die gestohlenen Fotos selbst geschossen haben.

Los AngelesEin Hacker, der private Informationen und Fotos von mehr als 50 Prominenten gestohlen haben soll, ist in Florida angeklagt worden. Sollte er in allen Anklagepunkten schuldig gesprochen werden, drohen ihm bis zu 121 Jahre Gefängnis.

Der 31-Jährige Christopher C. soll sich Zugang zu den E-Mail-Konten von Schauspielerin Scarlett Johansson, Sängerin Christina Aguilera und weiteren Stars verschafft haben. Deren Fotos soll er Klatschportalen angeboten haben. Private Nacktfotos von Johansson erschienen daraufhin im Internet. Die Schauspielerin soll die gestohlenen Fotos selbst geschossen haben.

C. erschien am Mittwoch in Florida erstmals vor Gericht. Er wurde gegen eine Kaution von 10.000 US-Dollar (7.300 Euro) wieder entlassen. „Datendiebstahl ist eine echte Bedrohung“, sagte Staatsanwalt Andre Birotte. Leute, die daran beteiligt seien, bezeichnete er als „Abschaum“

C. wird beschuldigt, vom November vergangenen Jahres bis Ende Februar private E-Mails der prominenten Opfer abgefangen zu haben, indem er Kopien der E-Mails an seine Konten leitete. Unter den prominenten Opfern waren auch die Schauspielerin Mila Kunis und die Sängerin Renee Olstead, gaben Sprecher bekannt. Die meisten Betroffenen hatten einer Veröffentlichung ihrer Namen nicht zugestimmt. C. Festnahme ist das Ergebnis einer monatelangen Fahndungsaktion, genannt „Operation Hackerazzi“.

„Informationen von Prominenten lassen sich sehr gut verkaufen“, sagte ein Sprecher des FBI. Es gingen weiterhin neue Anzeigen von Prominenten wegen gestohlener privater Daten ein. Die Sprecher der namentlich genannten Stars waren zunächst für eine Stellungnahme nicht zu erreichen. Christopher C. schwieg ebenfalls zu den Vorwürfen.

Von

dapd

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