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23.01.2007

15:13 Uhr

Schnee und Eis

Väterchen Frost auf Stippvisite in Deutschland

Erstmals in diesem Winter wird es in ganz Deutschland so richtig kalt: Für die kommenden Tage sagt der Deutsche Wetterdienst Schnee und strengen Frost voraus. Während die Meteorologen für den Norden nur ein kurzes winterliches Gastspiel erwarten, müssen sich Süddeutsche auf Minustemperaturen bis in die nächste Woche einstellen.

HB OFFENBACH. „Zum ersten Mal in diesem Winter wird es im ganzen Bundesgebiet richtig winterlich, zum Teil auch mit sehr strengem Frost“, sagte DWD-Meteorologe Rainer Dettmann am Dienstag. Der von vielen ersehnte Schnee fällt auch am Mittwoch im Süden und Osten. In freien Lagen und im Bergland muss laut Dettmann wegen stark böigen Winds auch mit Schneeverwehungen gerechnet werden. Die Meteorologen erwarten meist eine zwei bis zehn Zentimeter hohe Schneedecke, auf der Alb und im Schwarzwald zum Teil höher.

Den Schnee bringt das Tiefdruckgebiet „Malte“. Bis Mittwochabend ziehe sich das Schneefallgebiet nach Bayern und Sachsen zurück. Im übrigen Bundesgebiet bleibt am Mittwoch der Vorhersage zufolge das trockene und überwiegend sonnige Winterwetter bei Höchsttemperaturen von minus vier bis plus einem Grad erhalten. In der Nacht zum Mittwoch wird mit Frost bis zu minus zehn Grad gerechnet.

In der Nacht zum Donnerstag soll es noch gelegentlich in den östlichen Teilen von Bayern sowie in Sachsen schneien. Die Temperaturen sinken auf minus zehn Grad, bei längerem Aufklaren örtlich sogar bis zu minus 15 Grad.

Am Donnerstag bleibt es der Prognose zufolge in der Südhälfte Deutschlands wolkig. Schnee fällt aber nur vereinzelt. In der Nordhälfte schient meist die Sonne. Mit Höchstwerten zwischen minus Grad am Alpenrand und plus zwei Grad in Küstennähe bleibt es kalt. Der Wind weht schwach bis mäßig aus nördlichen Richtungen.

Für Samstag und Sonntag sowie auch Anfang der nächsten Woche erwarten die Meteorologen mildere Luftmassen, die aus westlicher Richtung in den Norden und die Mitte des Bundesgebiets ziehen. Dagegen soll Süddeutschland zunächst unter Hochdruckeinfluss bleiben. „In Verbindung mit der dort vorhandenen Schneedecke kann sich noch längere Zeit eine bodennahe Kaltluftschicht halten“, erklärte DWD-Meteorologe Dettmann. Damit würden die Nächte dort frostig bleiben, und auch tagsüber sind kaum Plusgrade zu erwarten.

Schnee und Eis führten am Dienstagmorgen in Südbayern zu Behinderungen auf den Straßen, bei der Bahn sowie dem Münchner Flughafen. Die A8 Salzburg - München musste in Höhe des Irschenbergs am frühen Vormittag zeitweise komplett gesperrt werden, damit Schneepflüge die dreispurige Fahrbahn räumen konnten. Es bildete sich vorübergehend ein etwa neun Kilometer langer Stau.

Die Bahn musste am Vormittag drei Streckenabschnitte in Südbayern für den Zugverkehr sperren. Wie Sprecher Ingo Schüttke erklärte, mussten Bäume und Zweige aus dem Bereich der Oberleitungen geschnitten werden. Am Münchner Flughafen wurden wetterbedingt mehrere Flüge gestrichen, zudem kam es zu zahlreichen Verspätungen, wie eine Sprecherin mitteilte.

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