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18.03.2012

19:05 Uhr

Selah Sue

Ungestüme, verheißungsvolle Newcomerin aus Belgien

Selah Sue aus Belgien könnte die nächste große Gänsehaut-Garantie werden. Die 22-jährige Sängerin mit der rauchigen Stimme zieht massenweise Fans und Kritiker in ihren Bann. Eine mit Mut zu Kanten und Experimenten.

Selah Sue spielte bereits im Vorprogramm von Prince und Milow. dpa

Selah Sue spielte bereits im Vorprogramm von Prince und Milow.

Mal Soul, mal Hip-Hop, mal R&B, mal Drum'n'Bass: Die belgische Newcomerin Selah Sue überzeugt mit ihrer Vielseitigkeit und einer ganz eigenwilligen Mischung der Musikstile. Die 22-Jährige aus dem belgischen Löwen überrascht mit einer viel erwachseneren, rauchigen Stimme, beherrscht den Stakkato-Rap einer Lauryn Hill und kann fast so röhrig klingen wie Joss Stone.

Manchmal merkt man, dass die Musikerin mit dem bürgerlichen Namen Sanne Putseys ihre Richtung, ihr Genre anscheinend noch nicht so richtig gefunden hat - oder einfach Spaß am Spiel mit den Stilen hat. Auf der
Bühne experimentiert sie deutlich mehr als auf ihrem Debütalbum „Selah Sue“, mit dem die Songwriterin im vergangenen Jahr einen EBBA (European Border Breakers Award) als eine der erfolgreichsten Nachwuchskünstlerinnen Europas gewonnen hat.

Die junge Frau mit der 60er-Jahre-Turmfrisur hängt sich die Akustikgitarre um und haucht ihr „Fyah, Fyah“ ins Mikro, sie schmettert kraftvoll „This World“ in die Runde, sie lässt zu ihrem neuen Song „Every Now
And Then“ die Bässe brummen und das Stroboskoplicht flackern.

Hier und da ein bisschen wild, ein bisschen ungestüm, auch ein bisschen gewöhnungsbedürftig - aber zum Glück (noch) nicht durchgestylt von Marketing- und Promo-Experten. Derzeit ist die Nachwuchskünstlerin in Deutschland unterwegs und tritt demnächst in Frankfurt auf. (am Montag, 19. März, im Batschkapp)

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